Die WM 2026 zeigt, wie sich der Live-Sport verändert. Fixe Trinkpausen und neue Showformate schaffen zusätzliche Vermarktungsflächen innerhalb des Spiels, wie man sie von US-Sport bereits gewohnt ist. Für Ligen, Sender und Sponsoren entsteht damit ein Umfeld, das stärker planbar und wirtschaftlich nutzbar ist.
+ + sportsbusiness.at exklusiv - Von Mario Sonnberger + +
Von Anpfiff bis Halbzeitpause keine Werbeunterbrechung – was jahrelang die Regel im Fußball war, gilt nicht mehr. Denn die FIFA bricht dieses Tabu: Fixe Trinkpausen und eine geplante Halbzeitshow beim Finale markieren einen strukturellen Wandel im Produkt Fußball.
Damit folgt der Fußball einem Trend: Der sportliche Wettkampf bleibt das Zentrum, doch rundherum entsteht ein zweites Produkt, das für Aufmerksamkeit, Reichweite und wirtschaftliche Tragfähigkeit entscheidend ist. Sportveranstaltungen werden zunehmend als ganzheitliche Unterhaltungserlebnisse wahrgenommen. Die Pausen werden zu aktiv gestaltbaren Flächen – mit unmittelbarem Einfluss auf Einnahmen.
Darum darf der ORF werben
Bei der Weltmeisterschaft 2026 wird das Spiel nach 25 und 70 Minuten für je drei Minuten unterbrochen. „Diese Pausen werden unabhängig von Stadion, Dach oder Temperatur stattfinden“, bekräftigt Manolo Zubiria, Turnierdirektor für die USA, im ORF.
Was offiziell als „Hydration Break“ bezeichnet wird, ermöglicht es Sendern wie dem ORF, während laufender Partien Werbung zu platzieren. „Das ist fix im Reglement der FIFA verankert und der Grund, warum der ORF zulässigerweise [...]