Die internationalen Sportrechtehalter haben im Jahr 2025 einen Gesamtumsatz von 174 Milliarden US-Dollar erzielt. Das geht aus der von der Sportmarketingagentur Two Circles veröffentlichten „2026 Sports IP Revenue League“ hervor.
Seit 2015 wächst der Markt demnach durchschnittlich um rund sechs Prozent pro Jahr. Setzt sich diese Entwicklung fort, könnte der Gesamtumsatz der Branche bis 2033 auf mehr als 260 Milliarden US-Dollar steigen.
Ein großer Teil der Einnahmen entfällt auf eine vergleichsweise kleine Gruppe von Organisationen. Die 20 größten Sportrechtehalter generieren laut Studie rund 45 Prozent des gesamten Branchenumsatzes. Im Durchschnitt erzielt jede dieser Organisationen rund zwei Milliarden US-Dollar jährlich.

Besonders stark entwickelt hat sich in den vergangenen Jahren die Indian Premier League im Cricket. Seit ihrer Einführung im Jahr 2008 ist ihr Umsatz von 138 Millionen US-Dollar auf rund 1,4 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 gestiegen. Das entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 14 Prozent. Damit zählt die Liga zu den Sportorganisationen, die am schnellsten die Marke von einer Milliarde US-Dollar Jahresumsatz erreicht haben.

Wachstum ist jedoch nicht nur bei den größten Organisationen zu beobachten. Auch außerhalb der Top 50 zeigen viele Sportrechtehalter steigende Erlöse. Laut der Studie haben vor allem jene Organisationen wirtschaftliche Vorteile, die ihre Zielgruppen genauer analysieren und Fan-Engagement gezielt in Einnahmen umwandeln.
Ein Beispiel dafür ist die Segelserie SailGP. Die Organisation erzielte im Gründungsjahr 2019 noch rund zehn Millionen US-Dollar Umsatz. Bis 2025 stiegen die Einnahmen auf 132 Millionen US-Dollar. Das entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 53 Prozent. SailGP ist damit der erste Sportrechtehalter, der durch organisches Wachstum die Marke von 100 Millionen US-Dollar Jahresumsatz überschritten hat.
Auch der Frauensport entwickelte sich zuletzt wirtschaftlich stark. Die UEFA Frauen-EM 2025 in der Schweiz erzielte Einnahmen von 148,5 Millionen US-Dollar und damit mehr als doppelt so viel wie die Europameisterschaft 2021 in England mit 73,1 Millionen US-Dollar. Ausschlaggebend dafür waren unter anderem steigende Medienrechteerlöse, zusätzliche Sponsoren sowie ein Zuschauerrekord mit mehr als 650.000 verkauften Tickets.

Ähnliche Entwicklungen gab es bei der Rugby-Weltmeisterschaft der Frauen. Dort stiegen die Sponsoring-Einnahmen im Vergleich zur vorherigen Ausgabe um 330 Prozent. Gleichzeitig wurden rund 444.000 Tickets verkauft, was ebenfalls einen neuen Höchstwert darstellt.
Gareth Balch, CEO und Mitbegründer von Two Circles, sagt: „Die größten Sportorganisationen wachsen schneller als der Gesamtmarkt. Mit einer jährlichen Wachstumsrate von sechs Prozent erreicht die Sportbranche inzwischen eine wirtschaftliche Dynamik, die mit einigen nationalen Volkswirtschaften vergleichbar ist. Investitionen, Infrastruktur und Zuschauerentwicklung an der Spitze des Marktes wirken sich auch auf kleinere Organisationen aus.“
Auch Lars Stegelmann, Director Marketing & Consultancy von Two Circles in der DACH-Region, sieht eine anhaltend positive Entwicklung: „Die aktuelle Ausgabe der Sports Revenue League bestätigt die Entwicklung im globalen Sportbusiness. Bis 2033 wird der weltweite Sportmarkt ein Volumen von rund 260 Milliarden US-Dollar erreichen. Damit zeigt sich auch die wachsende Bedeutung des Sports für Werbetreibende.“