Beim FC Wacker Innsbruck ist erneut eine Diskussion rund um die Markenrechte des Vereins entbrannt. Wie die Tiroler Tageszeitung berichtet, liegen die Rechte an Name und Farben des Traditionsklubs weiterhin bei der Faninitiative Innsbruck und nicht direkt beim Verein.
Beim Heimspiel gegen Kitzbühel machten Fans auf der Tivoli-Nord mit Bannern und Flugzetteln auf das Thema aufmerksam. Darin wird unter anderem festgehalten: „Dass die Markenrechte aufgrund der Inhaberschaft der Faninitiative kein verfügbares Wirtschaftsgut darstellen, steht gewissermaßen im Widerspruch zu den Interessen eines Investors.“
Die aktuelle Konstruktion geht auf eine Vereinbarung aus dem Jahr 2007 zurück. Damals wurde in einem Kooperationsvertrag geregelt, dass die Faninitiative die Markenrechte hält, während der Verein diese für den Spielbetrieb nutzt. Für die Verwendung von Name und Vereinsfarben zahlte der Klub im Profifußball jährlich einen niedrigen fünfstelligen Betrag, im Gegenzug übernahm die Faninitiative unter anderem Fanarbeit.
Zuletzt wurde das Thema erneut bei der Generalversammlung des Vereins diskutiert. Zusätzlich entsteht nun Druck durch eine Vorgabe der Österreichischen Fußball-Bundesliga. Laut Tiroler Tageszeitung verlangt die Liga künftig, dass die Markenrechte beim Verein selbst angesiedelt sind, um die Lizenzkriterien für den Profifußball zu erfüllen.
„Es ist ein Lizenzkriterium, das wir nicht beeinflussen können“, sagt Wacker-Präsident Hannes Rauch. Seit dem Einstieg des US-Klubs Los Angeles FC als strategischem Partner im April 2023 laufen Gespräche über eine mögliche Lösung.
Aus Sicht der Faninitiative soll die bisherige Struktur grundsätzlich bestehen bleiben. In dem verteilten Flugzettel heißt es dazu: „Gleichzeitig sind die Markenrechte aufgrund der Inhaberschaft durch die Faninitiative Innsbruck auch zukünftig der Verfügungsgewalt durch Vereinsverantwortliche, Sponsoren und Investoren entzogen.“