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Liverpool Women: Gehaltsbudget liegt unter Bezügen der Klubdirektoren

(c) GEPA pictures/ ZUMA Press/ Sport

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Die aktuellen Finanzzahlen von Liverpool Women zeigen ein deutliches Wachstum bei den Einnahmen. Gleichzeitig liegt das Gesamtgehalt der Mannschaft weiterhin unter der Vergütung der Klubdirektoren.

Der Frauenbereich des FC Liverpool hat im Geschäftsjahr bis zum 31. Mai 2025 einen Umsatz von 6,1 Millionen Pfund erzielt. Damit stiegen die Einnahmen im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent. Treiber waren insbesondere höhere kommerzielle Erlöse, die um 26 Prozent zunahmen.

Auch im Spielbetrieb gab es Veränderungen. Die Heimspiele wurden nicht mehr im Stadion von Tranmere Rovers ausgetragen, sondern nach St Helens verlegt. Dadurch konnte der Spieltagserlös mehr als verdoppelt werden und lag bei rund 340.000 Pfund.

Trotz der steigenden Einnahmen bleibt die wirtschaftliche Dimension im Vergleich zum Männerbereich deutlich kleiner. Die gesamten Gehälter der Spielerinnen und des nicht spielenden Personals beliefen sich auf 3,1 Millionen Pfund. Damit lag die Summe unter der Gesamtvergütung der neun Direktoren des Vereins, die zusammen 4,2 Millionen Pfund erhielten.

Der bestbezahlte Direktor erhielt allein 2,3 Millionen Pfund, ein Anstieg von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt stieg die Vergütung der Direktoren um neun Prozent. Vor Steuern verdienten die 49 Beschäftigten im Frauenbereich zusammen 2,7 Millionen Pfund. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Plus von 20 Prozent, bei gleichzeitig vier zusätzlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Die Gehaltsausgaben des Frauenklubs entsprechen weniger als 0,75 Prozent der gesamten Lohnsumme des Gesamtvereins. Diese lag laut zuletzt veröffentlichten Zahlen bei rund 428 Millionen Pfund und zählt zu den höchsten in der Premier League.

Im Vergleich mit anderen Klubs der Women’s Super League liegt Liverpool ebenfalls hinter der Konkurrenz. Arsenal investierte im selben Zeitraum mehr als drei Mal so viel in Gehälter und gab rund 9,9 Millionen Pfund aus.

Die Finanzzahlen unterstreichen zugleich die strukturelle Abhängigkeit vieler Frauenfußballteams von ihren Muttervereinen. In den veröffentlichten Berichten wird darauf hingewiesen, dass der Frauenbereich weiterhin auf finanzielle Unterstützung des Gesamtklubs angewiesen ist. Die Kontrolle der Gehaltskosten gilt laut Vereinsbericht als zentraler Faktor, um wirtschaftliche Stabilität und sportliche Wettbewerbsfähigkeit in Einklang zu bringen.

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