Als erstes Highlight im Jahr 2026 stand am 15. Jänner die dritte Ausgabe des sportsbusiness.at Travel Club auf dem Programm. Nachdem man im Vorjahr die Reisen nach Saalbach-Hinterglemm (Ski-WM) und Kitzbühel (ATP 250) angetreten hatte, ging es für die Teilnehmer:innen dieser für Mitglieder kostenlosen Eintagesreise diesmal auf Einladung von Interwetten nach München.
An der Tagesordnung stand ein Besuch des Basketball-Spiels der EuroLeague zwischen dem FC Bayern München und Panathinaikos AKTOR Athen. Vor dem Anpfiff erhielten die Travel Club-Teilnehmer:innen spannende und exklusive Einblicke von Julian Zott, Head of Marketing & Brand Management Interwetten Group, sowie Sebastian Ferschl, Head of Business Strategy des FC Bayern München Basketball. Zudem gab es eine exklusive Führung durch den SAP Garden. Die hochmoderne Multifunktionsarena ist nicht nur Heimat der Basketballmannschaft. Auch der EHC Red Bull München (Eishockey) trägt hier seine Heimspiele aus. Zudem wird die Arena für Großveranstaltungen (Icon League, Handball-WM 2027) und den Breitensport genützt.
Die Reise fand auf Einladung von Interwetten, seit 2023 offizieller Partner des FC Bayern München Basketball, statt.
Die besten Zitate des 3. Sportsbusiness.at Travel Club:
Julian Zott (Head of Marketing & Brand Management Eurotrade International) …

… über die Sportsponsoring-Strategie von Interwetten: “Uns ist es wichtig, dass wir vielfältig aufgestellt sind. Wir wollen verschiedene Zielgruppen erreichen, diese aber auch miteinander verknüpfen. Deshalb sind wir mit unserem Portfolio, bestehend aus Partnern im Fußball (SK Rapid, Liverpool), American Football (New England Patriots), Basketball (FC Bayern), Eishockey (NHL), Ski-Sport (Ski Austria) und Tennis (Generali Open, Boss Open) sehr zufrieden. Wir sind breit aufgestellt und die Mischung passt.“
… über die Gründe, warum Interwetten ein Basketball-Team sponsert: „Der Sport ist sehr im Kommen, speziell in Deutschland. Der FC Bayern in seiner Gesamtheit ist natürlich eine riesige Marke und dadurch eine großartige Chance für Interwetten. Zudem ist Deutschland ein wichtiger Markt für uns. Zusätzlich spielt noch der Faktor SAP Garden – mit all seinen Möglichkeiten – eine Rolle.











Sebastian Ferschl (Head of Business Strategy, FC Bayern München Basketball) …
… über die Strahlkraft des FC Bayern: „Wir profitieren natürlich von der Marke FC Bayern München. Diese hat im Fußball eine Strahlkraft, die ihresgleichen sucht. Da gibt es nur ein paar europäische Vereine, die mithalten können. Gleichzeitig bringt dieser Fakt auch mit sich, dass der Anspruch an uns selbst extrem hoch ist – sowohl im sportlichen als auch im wirtschaftlichen Bereich. Das merkt man bei den Mitarbeitern. Wir wollen nicht nur sportlich, sondern auch aus Event-Sicht immer das Maximum herausholen. Die Zusammenarbeit mit der Fußball-Abteilung an der Säbener Straße ist sehr eng und gut. Die große Familie FC Bayern ist ständig am Wachsen.“
… über die Wichtigkeit selbständiger Sponsoren-Akquise: „Wir sind eine eigene GmbH, was natürlich bedeutet, dass wir selbst für unsere Erlöse, aber auch unsere Kosten zuständig sind. Wir sind stark auf das Thema Sponsoring angewiesen. Da braucht es starke Partner, die mit uns die Wette eingehen, um im Jargon von Interwetten zu bleiben, dass sich diese Sportart weiter entwickeln wird. In den letzten drei Jahren ist ein starkes Wachstum in Deutschland zu beobachten. Mit Interwetten verbindet uns eine wirklich gute Partnerschaft.“

… über die Einnahmen-Struktur des Vereins: „Generell sind unsere Einnahmen auf drei Säulen verteilt: Sponsoring, Ticketing und sonstige Einnahmen. Neben dem SAP Garden haben wir noch den BMW Park, den wir von der Stadt München gepachtet haben und zu 100 Prozent selbst betreiben. Somit haben wir auch hier die Möglichkeit, Erlöse zu generieren. Wir versuchen, uns als Verein breit aufzustellen, aber Sponsoring ist die wichtigste Säule. Deswegen sind wir auch froh, dass wir mit Interwetten heute so eine Veranstaltung durchführen können.“
… über das bestehende Sponsoring-Gerüst: „Der erste Schritt ist es, Sponsoren für den FC Bayern zu suchen, die sowohl das Thema Frauen-Fußball, Männer-Fußball als auch Basketball unterstützen. Aber wir genießen auch die Freiheit, eigene Partner auszuwählen. Die Strategien für Aktivierungen sind ja auch ganz anders als beim Fußball. Mit Siegmund haben wir ein mittelständisches Unternehmen aus der Nähe von Augsburg als Hauptsponsor. Wir versuchen immer, mit möglichst wenigen Partnern zu arbeiten und dafür möglichst viel Platz für Aktivierung und die Plattform Basketball zu lassen. Insgesamt haben wir 42 Partner. Das ist für uns eine sehr hohe Zahl. Jeder Partner ist uns wichtig und wir wollen, dass sich jeder gut betreut und nicht vernachlässigt fühlt.“
… über BMW als Partner, obwohl die Fußball-Abteilung Audi als Automobil-Partner hat: „Wir sind sehr happy mit BMW, wir waren aber auch mega happy mit Audi. Wir haben auch zum Beispiel in diesem Jahr die Schwarz Gruppe als Partner dazu gewonnen, konnten aber gleichzeitig mit REWE verlängern. Man merkt, dass Partner die Plattform sehr stark schätzen und Synergieeffekte bzw. das Miteinander statt der Konkurrenz sehen.“
… über die Vorteile des SAP Garden als Event-Location: „Es ist die modernste Halle Europas. Sie ist zu einem Großteil digital gestaltet. Das geht viel schneller, als wenn man jede Fläche analog ändern muss. Wir wollen, dass die Leute in jeder Spielpause entertaint werden, immer irgendetwas passiert und digitale Geschichten erzählt werden. Als Hauptmieter bekommen wir von Red Bull eine „cleane“ Halle und können mit all unseren Partnern hierherkommen. Es gab Phasen, wo am Mittwoch ein Basketball-Spiel stattfand, am Donnerstag Eishockey und am Freitag schon wieder Basketball. Die Kollegen leisten wirklich sehr viel.“
… über die Zusammenarbeit mit Red Bull: „Red Bull ist Eigentümer und Bauherr, doch wir waren als Hauptmieter von Anfang an in alle Prozesse involviert und konnten die Halle mitgestalten.“
… über die USA als Vorbild: „Ich glaube, man muss generell schon darauf schauen, was man selber kann und sich nicht immer nur vergleichen, aber Inspiration von außen ist sehr wichtig. Das muss auch nicht immer die NBA sein. Das kann auch Fußball oder American Football sein. Unser Geschäftsführer war vor kurzem in den USA und hat sich ein paar Trainings- und Leistungszentren angeschaut. Wir suchen schon den Austausch. Am Ende kann man einiges voneinander lernen.“
… über die Vorzüge des Basketball-Sports für Sponsoren: „Basketball ist eine sehr, sehr nahbare Sportart. Das bietet Sponsoren eine Menge an Möglichkeiten, wenn man zum Beispiel die Kiss Cam sponsert und die Zuschauer sofort eine positive Assoziation mit der Marke haben. Man kann mit den Menschen in Berührung kommen und emotionale Momente in Verbindung mit der eigenen Marke bringen.“
… über die Bedeutung der EuroLeague: „Die EuroLeague ist sehr, sehr wichtig für uns. Wir sind Shareholder und damit auch in Deutschland die einzige Mannschaft, die dauerhaft teilnimmt. Diese Internationalität und die starken Brands in der Liga – wie Barcelona, Panathinaikos, oder die Klubs aus der Türkei – sind unser A und O. Es ist ein bisschen zu vergleichen mit dem Fußball und der Bedeutung von Bundesliga und Champions League für die Bayern. National wollen wir definitiv Titel gewinnen, international wollen wir weiter wachsen. Wir haben die Vision, der Basketball-Hotspot in Europa zu werden, und dafür ist der sportliche Erfolg in der EuroLeague sehr wichtig. Daher ist es unser Ziel, auch mal mehr als ein Viertelfinale (Anm.: bisher bestes Ergebnis) zu erreichen. Heuer wird es sehr schwer, aber in den kommenden Jahren kann einiges passieren.“
… über die größten Herausforderungen beim FC Bayern: „Es werden natürlich immer mehr Mannschaften (Anm.: in der EuroLeague) und mehr Spiele. Die Logistik rund um den Sport und die Belastung für die Spieler sind ein Thema. Andy Obst hat letztes Jahr über 100 Spiele gemacht. Durch die große Anzahl an Spielen ist es eine Challenge, dass alle Spieler rechtzeitig zu den Playoffs fit sind. Wir fliegen nach Dubai, nach Israel. Die Spieler sind sehr, sehr viel unterwegs und da geht es für uns darum, ihnen das Reisen so angenehm wie möglich zu gestalten. Wir sind noch nicht in der Lage, Charterflüge anzubieten. Wir müssen manchmal noch Economy-Class fliegen und uns die Notausgangs-Sitze sichern.“
… über die Pläne für die NBA Europe: „Wir haben uns sehr stark zur EuroLeague bekannt, so wie andere große Vereine auch. Aber natürlich beobachten wir die Entwicklungen. Ich kenne ehrlich gesagt die aktuellen Pläne der NBA nicht und weiß nicht, wie weit man da schon ist. Die NBA ist ja auch sehr laut in der Kommunikation, aber man muss aufpassen, dass es nicht zu viel wird und das Niveau dementsprechend sinkt. Wir haben mit der EuroLeague schon ein sehr gutes Produkt. Wenn es überhaupt dazu kommt, sollte man Synergien schaffen und nicht gegeneinander arbeiten.“
… über potenzielles Wachstum in der EuroLeague: „Ich denke schon, dass die EuroLeague noch weiter wachsen kann. Man muss nur schauen, wie man das dann mit dem Spielplan vereinbart bekommt. Man muss sich die Märkte anschauen, die infrage kommen. Ich denke, dass wir nach der NBA aktuell die stärkste Liga der Welt sind.“