Die Eigentümerfamilie Agnelli hat ein Kaufangebot des Krypto-Unternehmens Tether für Juventus Turin zurückgewiesen. Die Anteile am italienischen Rekordmeister sollen nicht veräußert werden.
Die Investmentgesellschaft Exor, die von der Familie Agnelli kontrolliert wird, bestätigte am Wochenende, dass sie ihre Beteiligung an Juventus Turin behalten will. Exor hält knapp zwei Drittel der Anteile am Klub und machte deutlich, dass weder an Tether noch an andere Interessenten ein Verkauf geplant ist. Laut einer Aussendung von Exor sei die Familie Agnelli dem Verein seit mehr als 100 Jahren verbunden und wolle diese Rolle fortführen.
Zuvor hatte Tether, Herausgeber der gleichnamigen Kryptowährung, ein Übernahmeangebot vorgelegt. Das Unternehmen stellte in Aussicht, sowohl die Exor-Anteile als auch die restlichen Anteile zu übernehmen und rund eine Milliarde Euro in den Klub zu investieren. Tether-CEO Paolo Ardoino, selbst Italiener und bekennender Juventus-Fan, hat das Angebot an Juventus über die Plattform X selbst verkündet.
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Weitere InformationenDas Angebot bewertete Juventus insgesamt mit rund 1,1 Milliarden Euro. Für Exor spielt der Fußballklub jedoch nur eine untergeordnete Rolle im Gesamtportfolio, das unter anderem Beteiligungen an Ferrari, Stellantis, Iveco und Christian Louboutin umfasst.
Juventus Turin ist mit 36 Meistertiteln der erfolgreichste Verein Italiens, befindet sich sportlich jedoch seit einigen Jahren in einer schwierigeren Phase. Nach mehreren Sanktionen und Punktabzügen wegen Bilanzverstößen blieb der Klub zuletzt hinter früheren Erfolgen zurück und rangiert aktuell im oberen Tabellenmittelfeld der Serie A.