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Ausschreibung für Klubwettbewerbsrechte ab 2027 startet – auch Netflix zeigt Interesse

(c) GEPA pictures/ Bildbyran/ Marius Simensen

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UC3 (UEFA Club Competitions Company) und Relevent Football Partners haben das Ausschreibungsverfahren für die Medienrechte an den UEFA-Klubwettbewerben ab der Saison 2027/28 gestartet.

Der neue Rechtezyklus bringt mehrere Veränderungen mit sich und soll die internationale Vermarktung der Champions League, Europa League und Conference League auf ein neues Niveau heben.

Das Verfahren wurde nach der jüngsten Sitzung des UC3-Vorstands im Rahmen der Generalversammlung der European Football Clubs in Rom beschlossen. Im Mittelpunkt steht eine modernisierte, marktorientierte Strategie, die sowohl traditionelle Sender als auch digitale Plattformen stärker einbindet.

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Erstmals werden die Rechte in einem gleichzeitigen Ausschreibungsprozess in Europas fünf größten Märkten – Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und Großbritannien – angeboten. Neu ist zudem, dass Vereinbarungen über längere Laufzeiten von bis zu vier Jahren abgeschlossen werden können, um eine größere Stabilität für Rechtehalter und Fans zu gewährleisten.

Ein weiteres zentrales Element der Ausschreibung ist ein exklusives „First-Pick“-Paket, das einem Partner die Übertragungsrechte für ein ausgewähltes Spiel pro Champions-League-Spielwoche sichert. Dieses Angebot richtet sich besonders an Streamingplattformen, die in den Live-Sport investieren möchten. Die Frist für die Einreichung der Gebote endet am 18. November.

UC3 und Relevent betonen, dass die neue Strategie auf die sich wandelnde Medienlandschaft reagiert. Digitale Anbieter gewinnen zunehmend an Bedeutung, während klassische Sender weiterhin für Reichweite und Verlässlichkeit sorgen. Relevent-CEO Boris Gartner sprach von einem „partnerschaftlichen Ansatz“, der langfristig Werte für alle Beteiligten schaffen solle – für Medienpartner, Wettbewerbe und Vereine gleichermaßen.

Parallel dazu hat die UEFA laut The Times das Ziel ausgegeben, ihre jährlichen Medieneinnahmen im neuen Zyklus um etwa zehn Prozent zu steigern – von derzeit rund 4,4 auf fünf Milliarden Euro. Dabei spielen künftig nicht nur finanzielle Angebote eine Rolle, sondern auch die Marketingkraft und die internationale Reichweite der Bieter.

In diesem Zusammenhang rücken auch globale Streaminganbieter stärker in den Fokus. Besonders Netflix zeigt Interesse, in das UEFA-Rechtegeschäft einzusteigen. Das Unternehmen erwägt, ein weltweites Paket für die exklusive Übertragung eines Spiels pro Runde zu erwerben. Für den Streamingdienst wäre dies der bislang größte Schritt im Live-Sportgeschäft.

Netflix besitzt bereits die globalen Rechte an den NFL-Weihnachtsspielen und könnte mit einem Einstieg in die Champions League seine internationale Reichweite weiter ausbauen. Ein weltweites Paket wäre für die UEFA nicht nur finanziell attraktiv, sondern auch strategisch – als Zeichen einer stärkeren Öffnung gegenüber globalen Medienplattformen.

Auch andere Anbieter wie Amazon, Apple oder Paramount gelten als mögliche Interessenten. Amazon hält derzeit Rechte an ausgewählten Champions-League-Spielen in mehreren europäischen Märkten, während Apple seine Berichterstattung über die Major League Soccer mit einem europäischen Premiumprodukt ergänzen könnte.

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