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Saudi Pro League vor erstem Klubverkauf an ausländische Eigentümer

(c) GEPA pictures/ Daniel Schoenherr

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Im Zuge der laufenden Privatisierung der Liga soll erstmals ein Verein der höchsten saudi-arabischen Spielklasse an ein ausländisches Unternehmen gehen.

Die Saudi Pro League (SPL) steht kurz vor einem historischen Schritt: Erstmals soll ein Verein der Liga an einen ausländischen Eigentümer verkauft werden. Wie The Athletic berichtet, befindet sich ein entsprechender Vertrag in finaler Abstimmung – Details zu Klub oder Käufer wurden bislang nicht bekannt.

Die Maßnahme ist Teil der fortlaufenden Privatisierungsstrategie des Königreichs, mit der die SPL als global wettbewerbsfähige Liga positioniert werden soll. Bereits 2023 hatte der staatliche Public Investment Fund (PIF) 75 Prozent der Anteile an den vier Topklubs Al Hilal, Al Nassr, Al Ahli und Al Ittihad übernommen. Auch staatliche Stellen wie die Diriyah Gate Development Authority (DGDA) oder die Royal Commission for Al-Ula engagieren sich seither bei unterklassigen Teams.

Neben staatlichen Investoren sollen künftig verstärkt auch externe Geldgeber Zugang erhalten. Bereits vor zwei Jahren gab es erste Gespräche mit Private-Equity-Firmen. Mehrere Klubs – darunter SPL-Teams wie Al Okhdood, Al Orobah und Al Kholood – wurden in jüngerer Vergangenheit offiziell zur Übernahme ausgeschrieben. Die Bekanntgabe neuer Eigentümer wird in den kommenden Wochen erwartet.

Ziel der SPL ist es, langfristig ein finanziell nachhaltiges Ligamodell zu etablieren, das nicht mehr auf staatliche Mittel angewiesen ist. Externe Investitionen gelten dabei als zentraler Hebel zur Professionalisierung der Strukturen sowie zur Steigerung der sportlichen und wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit.

Ein weiterer Schritt in diese Richtung wurde diese Woche vollzogen: Die finanzielle Aufsicht über die Vereine liegt ab sofort nicht mehr beim Sportministerium, sondern direkt bei der SPL. Eine interne Entscheidungseinheit, bestehend aus Vertretern des Ministeriums, der SPL, des saudi-arabischen Fußballverbands (SAFF) sowie unabhängigen Experten, soll künftig über Förderbudgets und die Einhaltung wirtschaftlicher Standards wachen.

Die künftige Entwicklung der Liga bleibt auch international unter Beobachtung. Ein angestrebter sportlicher Austausch mit europäischen Topklubs – etwa durch Pflichtspiele oder gar eine Champions-League-Teilnahme – ist bisher unrealisiert. Auch Pläne für eine regionale „Superliga“ mit Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten gelten als unwahrscheinlich.

Unabhängig davon verfolgt Saudi-Arabien seine Fußballstrategie weiter konsequent. Das Land richtet 2034 die FIFA-Weltmeisterschaft aus und ist als Sponsor und Investor an der neugestalteten Klub-WM 2025 beteiligt. Die SPL soll dabei zur tragenden Plattform im globalen Fußballprojekt des Königreichs werden.

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