Das russische Eishockey-Nationalteam wird nicht an den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo teilnehmen.
Das bestätigte Luc Tardif, Präsident des Internationalen Eishockeyverbands (IIHF), am Rande des IIHF-Kongresses in Stockholm. Wie Tardif erläuterte, habe das Organisationskomitee der Spiele den Weltverband beauftragt, einen Spielplan ohne Beteiligung Russlands zu erstellen. „Das Internationale Olympische Komitee ist der Organisator, wir sind für die sportliche Organisation verantwortlich“, sagte der IIHF-Präsident. „Wir haben daher vom IOC eine Entscheidung gefordert.“
Der Weltverband hatte ursprünglich zwei mögliche Turnierpläne vorbereitet – mit und ohne Russland. Laut Tardif habe das IOC dem IIHF nun signalisiert, die Variante ohne Russland umzusetzen. Eine offizielle Mitteilung des IOC steht noch aus.
Russland ist seit dem Angriff auf die Ukraine 2022 von sämtlichen IIHF-Wettbewerben ausgeschlossen. Auch bei der Eishockey-Weltmeisterschaft 2025 in der Schweiz wird das russische Team nicht teilnehmen. Die Entscheidung für Olympia 2026 reiht sich somit in die bisherige Linie der internationalen Sportpolitik ein.
Das olympische Eishockeyturnier 2026 wird zudem erstmals seit 2014 wieder mit der Teilnahme sämtlicher Spieler aus der nordamerikanischen National Hockey League (NHL) ausgetragen. Damit verspricht das Turnier in Mailand und Cortina ein besonders hohes sportliches Niveau – allerdings ohne die russischen Top-Spieler, die weiterhin außen vor bleiben.