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Rückkehr in der Krise: Ex-Obmann Mario Bichler soll DSV Leoben retten

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Der DSV Leoben befindet sich in einer schwierigen Lage. Angesichts der drohenden Insolvenz und erheblichen finanziellen Herausforderungen setzt der Regionalligist auf die Rückkehr einer kontrovers diskutierten Personalie.

Der frühere Obmann Mario Bichler, der im Mai 2024 nach Betrugsvorwürfen zurückgetreten war, kehrt in offizieller Funktion zurück, um den Verein zu stabilisieren. Bichler äußerte sich in einem Instagram-Post des Vereins durchaus dramatisch: „Ich bin damals zurückgetreten in der Hoffnung, dass Stabilität einkehrt. Doch was ich in den letzten Monaten gesehen habe, war ein Albtraum. Wir stehen vor dem Abgrund, und ich kann nicht weiter zusehen, wie alles zusammenbricht. Deshalb werde ich – mit dem gesamten Vorstand und der Unterstützung der Fans, Eltern, Mitgliedern und Sponsoren – alles in meiner Macht stehende tun, um dieses Schiff wieder flottzumachen.“

Die Situation in Leoben ist ernst: Zwölf ehemalige Spieler und Betreuer haben im Dezember 2024 einen Insolvenzantrag gegen die GmbH gestellt, in der die Kampfmannschaft ausgelagert ist. Sollte es zur Insolvenz kommen, droht dem Traditionsverein ein erneuter Zwangsabstieg. Darüber hinaus haben 18 Kadermitglieder ausstehende Gehaltszahlungen eingeklagt.

Das Landesgericht Leoben gewährte dem Verein einen letzten Aufschub bis zum 28. Jänner, um die offenen Zahlungen zu begleichen. Dabei geht es um kolportierte 1,5 Millionen Euro. Der DSV selbst spricht von einem „Kampf gegen die Zeit“. Erste Sponsoren sollen ihre Unterstützung bereits zugesagt haben, während der Verein unter dem Motto „Gemeinsam für den Monte Schlacko“ Fans, Gönner und Unterstützer mobilisieren will.

Trotz der sportlich starken Ausgangslage – der DSV führt derzeit die Tabelle der Regionalliga Mitte an – hat die Krise zu erheblichen Einschnitten geführt. Stammspieler wie Kevin Friesenbichler und Mario Leitgeb haben den Verein im Winter verlassen. Bereits in der Vorsaison hatte Leoben den Aufstieg in die ADMIRAL 2. Liga verpasst, nachdem die Lizenz verweigert wurde.

Trainer Carsten Jancker beendet Zusammenarbeit

Zu den personellen Rückschlägen zählt auch der Abgang von Cheftrainer Carsten Jancker, der den Verein seit 2021 – mit einer kurzen Unterbrechung – betreute und von der vierten Liga in die Regionalliga führte. Jancker erklärte am Sonntag zu seinem Abschied: „Ich bin dankbar für die Zeit bei Leoben und sehr stolz auf das, was wir gemeinsam erreicht haben. Ich wünsche der Mannschaft und dem gesamten Verein weiterhin viel Erfolg.“

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