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WBD vor möglicher Übernahme: Paramount, Comcast und Netflix geben erste Angebote ab

(c) Canva / Pixabay

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Paramount, Comcast und Netflix haben erste, unverbindliche Angebote für Teile oder das gesamte Geschäft von Warner Bros. Discovery (WBD) abgegeben.

Der Medienkonzern hatte sich im Oktober zum Verkauf gestellt, nachdem zuvor „unaufgeforderte Interessenbekundungen“ eingegangen waren. Parallel war WBD bereits damit beschäftigt, seine Aktivitäten bis 2026 in zwei Einheiten aufzuspalten – ein Schritt, der den Verkaufsprozess erleichtern sollte.

Paramount ist laut mehreren US-Berichten der einzige Bieter, der an einer vollständigen Übernahme des Konzerns interessiert ist. Das Unternehmen, das selbst erst kürzlich von Skydance für rund acht Milliarden US-Dollar übernommen wurde, hat damit bereits zum vierten Mal ein Angebot für WBD vorgelegt. Zuvor lag die Bewertung eines abgelehnten Angebots bei 23,50 US-Dollar pro Aktie.

Comcast und Netflix haben hingegen ausschließlich Interesse an den Streaming- und Studioaktivitäten von WBD. Beide würden die linearen TV-Sender – darunter CNN, TNT und TBS – entweder ausgliedern oder weiterverkaufen. CNBC berichtet zudem, Comcast würde WBD jederzeit erlauben, sein Kabelportfolio vor Abschluss eines möglichen Deals abzutrennen.

WBD verzeichnete zuletzt einen Umsatzrückgang von sechs Prozent auf neun Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen verfügt über weltweit 128 Millionen Streaming-Abonnenten, während die linearen Sender deutliche Rückgänge verzeichnen. Der Abschluss des Verkaufsprozesses wird noch vor Jahresende erwartet.

Für potenzielle Käufer ist vor allem das umfangreiche Sportrechte-Portfolio relevant. TNT Sports hält Rechte an der MLB, NHL, Nascar, internationalen Fußballwettbewerben sowie an College Football und dem French Open. Zudem gehören Eurosport und weitere TNT-Sports-Marken in Europa und Lateinamerika zum Konzern.

Eine mögliche Übernahme durch Paramount würde eines der größten Sportrechte-Pakete im US-Markt bündeln – mit Ausnahme der NBA. Allerdings könnte eine solche Konsolidierung auch den Wettbewerb bei künftigen Ausschreibungen reduzieren. Comcast würde mit einem Kauf seine Content-Strategie weiter ausbauen, während Netflix den Schritt vor allem als Ergänzung seines Streaming-Angebots sehen dürfte.

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