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Vom Rand ins Zentrum: Wie weibliche Fans den Männersport wirtschaftlich prägen

(c) GEPA pictures/ Armin Rauthner

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Laut einer neuen Studie von CrowdIQ entwickeln sich weibliche Fans zunehmend zu einer der wichtigsten Zielgruppen im Männersport – sowohl im Stadion als auch online.

Der Bericht „Quantifying Behaviour of Female Sports Fans“ zeigt, dass Frauen unter 40 inzwischen fast die Hälfte aller Besucher bei Männersportveranstaltungen ausmachen. Diese Zuschauerinnen gelten als besonders engagiert, loyal und konsumfreudig – und sind damit ein zentraler Faktor für die wirtschaftliche Zukunft vieler Vereine und Ligen.

Die Analyse ergab, dass weibliche Fans im Durchschnitt fünfmal mehr ausgeben als andere Besucher. Sie kommen früher, bleiben länger und kaufen häufiger Fanartikel oder Produkte, die mit bestimmten Kampagnen oder gesellschaftlichen Themen verknüpft sind. Diese Ausgaben haben nicht nur wirtschaftlichen, sondern auch kulturellen Wert: Sie stärken die Bindung zur Gemeinschaft, fördern die Markenloyalität und erhöhen die Einnahmen von Clubs und Sponsoren.

Frauen reagieren zudem stärker auf interaktive Formate und sozial bewusste Marketinginitiativen. Viele Frauensportorganisationen greifen diese Erkenntnisse bereits auf und gestalten ihre Spieltage stärker als Event – mit Fokus auf Atmosphäre, Erlebnisse und Nähe zu den Athletinnen. Branchenvertreterinnen wie Queennie Porter, Vizepräsidentin von West Ham Women, betonten gegenüber Insider Sport, dass Frauenveranstaltungen häufig ein ganzheitlicheres Fanerlebnis bieten als Männerwettbewerbe.

Der wachsende Qualitäts- und Erlebnisfaktor im Frauensport erhöht auch den Konkurrenzdruck. Wenn Männerligen es nicht schaffen, weibliche Fans stärker einzubinden, riskieren sie, Teile ihres Publikums an die zunehmend populären Frauenwettbewerbe zu verlieren.

Das zeigt sich bereits in den Zuschauerzahlen: Beim WNBA All-Star Game stieg die Reichweite um über 300 Prozent, das NCAA Women’s Basketball Championship-Finale verfolgten fast 19 Millionen Menschen, und das NWSL-Finale erreichte im Schnitt fast eine Million Zuschauer. Auch in Europa wächst das Interesse rasant – die Frauen-EM 2025 übertraf in der TV-Reichweite sogar die gleichzeitig ausgetragene FIFA Klub-Weltmeisterschaft der Männer.

Laut CrowdIQ wird der weltweite Frauensport im Jahr 2025 einen Umsatz von rund 2,35 Milliarden US-Dollar erzielen – ein Plus von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit überschreitet der Sektor erstmals deutlich die Milliardengrenze und etabliert sich als wirtschaftlich bedeutender Wachstumsmarkt.

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