Der US-Senat hat den „Protect College Sports Act" mit 77 zu 22 Stimmen zur Debatte zugelassen. Eine finale Abstimmung wird noch in dieser Woche erwartet. Das Gesetz würde erstmals bundesweit einheitliche Regeln für die Bezahlung von College-Athleten, Transferbeschränkungen und NIL-Rechte festschreiben.
Kernstück des Gesetzes ist eine Vergütungsobergrenze von rund 21,5 Millionen Dollar pro Schule für direkte Athletenzahlungen, ergänzt durch einen Retention-Fonds von bis zu 27,5 Millionen Dollar – davon fünf Millionen reserviert für Frauen- und olympische Sportarten. Athleten dürfen einmal ohne Sperrzeit transferieren, ein zweiter Wechsel erfordert in der Regel ein Sitzjahr.
Die aktive Karriere wird auf fünf Jahre begrenzt, Stipendien werden für zehn Jahre nach Ende der Spielberechtigung garantiert. Zudem wird ein medizinischer Treuhandfonds von 60 bis 100 Millionen Dollar jährlich für Nachsorge eingerichtet. Das Gesetz erlaubt außerdem Conferences, ihre TV-Medienrechte gebündelt zu vermarkten – was Schätzungen zufolge vier bis acht Milliarden Dollar zusätzliche Einnahmen bringen könnte.
Kritik kommt unter anderem von der NAACP, der AFL-CIO und dem Congressional Black Caucus, die bemängeln, dass schwarze Athleten, die den Milliarden-Collegesport maßgeblich aufgebaut haben, im Gesetz zu kurz kommen. Zudem gewährt das Gesetz der NCAA begrenzten Kartellrechtsschutz, ohne den Athleten kollektive [...]