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Ungewisse Zukunft: Raiders Tirol stellen ELF-Verbleib infrage

(c) Gepa Pictures / Daniel Schoenherr

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Die European League of Football (ELF) steht vor einem möglichen Wendepunkt – und mit ihr auch die Raiders Tirol. Trotz des anhaltenden Wachstumsinteresses an American Football in Europa mehren sich innerhalb der Liga kritische Stimmen.

Klubmanager Markus Wieser äußert sich im Gespräch mit der APA offen zur angespannten Lage und fordert grundlegende Änderungen. Die Raiders Tirol zählen zu jenen elf Franchises, die sich in der neu gegründeten European Football Alliance (EFA) zusammengeschlossen haben. Ziel ist eine Professionalisierung der Liga – sportlich wie wirtschaftlich.

Wieser beklagt insbesondere die mangelnde Transparenz in finanziellen Fragen: „Wir hatten nie Einblick, wie sich diese Zahlen genau zusammensetzen.“ Die Einnahmen aus zentral vermarkteten Medien- und Sponsoringrechten seien auch nach fünf Jahren gering geblieben. Gleichzeitig seien die Klubs vertraglich gebunden, ohne wirklich mitentscheiden zu können.

Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Ligagröße und -struktur. Wieser sieht das rasante Wachstum der ELF kritisch: Zu viele Teams seien sportlich wie wirtschaftlich nicht konkurrenzfähig. „So wie bisher wird es nicht weitergehen können“, so Wieser. Spiele stünden teilweise auf der Kippe, Infrastruktur und Organisation seien nicht bei allen Franchises ausreichend vorhanden. Eine Reduktion der Liga auf weniger, dafür tragfähige Standorte könnte aus seiner Sicht ein gangbarer Weg sein.

Ob die Raiders Tirol auch 2026 in der ELF antreten werden, ist offen. Wieser betont: „Ob das die ELF ist oder eine andere Liga, das kann ich nicht sagen. Aber wir wollen spielen und werden spielen.“ Bereits jetzt werde an den Vorbereitungen für die kommende Saison gearbeitet – unabhängig davon, unter welchem Ligadach diese stattfinden wird. Auch eine Rückkehr in die Austrian Football League (AFL) sei eine Option, sollte sich die Liga neu aufstellen.

Mit Saisonende ziehen sich sowohl Commissioner Patrick Esume als auch Geschäftsführer Zeljko Karajica aus ihren Rollen zurück. Sportmanager Ingo Schiller übernimmt als neuer Liga-Boss. Wieser will die weitere Entwicklung beobachten: „Wir werden schauen, wohin es geht.“ Klar sei: Die Raiders Tirol wollen weiterhin auf europäischem Niveau antreten – unter transparenten, professionellen Bedingungen.

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