Während die UEFA mit der EURO 2024 einen neuen Umsatzrekord aufstellt, ebnet die FIFA den Weg für die nächsten Gastgeberinnen der Frauen-Weltmeisterschaften – mit den USA und Großbritannien als alleinige Bewerber.
Die UEFA kann auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2023/24 zurückblicken. Wie Finanzdirektor Josef Koller beim UEFA-Kongress in Belgrad erklärte, erzielte der Verband allein durch die EURO 2024 in Deutschland Einnahmen von knapp 2,5 Milliarden Euro – ein Anstieg von rund 30 Prozent im Vergleich zur vorherigen Rekord-EM 2016 in Frankreich. Mehr als die Hälfte davon entfiel auf TV-Rechte (1,4 Milliarden Euro), während die globale Reichweite des Turniers laut UEFA-Angaben 5,5 Milliarden Zuschauerinnen und Zuschauer erreichte.
Der Gesamterlös der UEFA im abgelaufenen Geschäftsjahr belief sich auf 6,8 Milliarden Euro, wobei die Klubwettbewerbe ebenfalls erheblich zur Bilanz beitrugen. Der erzielte Gewinn lag bei 200 Millionen Euro. Allein Champions-League-Sieger Real Madrid erhielt rund 139 Millionen Euro an Preisgeldern. Europameister Spanien durfte sich über 28,3 Millionen Euro freuen, Deutschland erhielt für das Erreichen des Viertelfinales 15,75 Millionen Euro.
FIFA: WM-Zuschläge für USA 2031 und Großbritannien 2035
Parallel zur Veröffentlichung der UEFA-Zahlen gab FIFA-Präsident Gianni Infantino beim selben Kongress auch einen Ausblick auf zukünftige Weltmeisterschaften im Frauenfußball. Demnach ist die USA der einzige verbliebene Bewerber für die Austragung der Frauen-WM 2031. Für die WM 2035 wurde Großbritannien als „einzige gültige Bewerbung“ bezeichnet – eine gemeinsame Initiative der Fußballverbände von England, Nordirland, Schottland und Wales.
Eine offizielle Bestätigung durch den FIFA-Kongress steht noch aus, gilt aber als Formsache. Die britische Bewerbung genießt unter anderem Rückendeckung von Premierminister Keir Starmer, der eine Heim-WM als „monumentalen Moment“ für die Sportnation Großbritannien bezeichnete.