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Tottenham Hotspur verklagt Ineos wegen vorzeitig beendeter Sponsoringvereinbarung

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Der Londoner Premier-League-Club reagiert mit rechtlichen Schritten auf die Kündigung einer Partnerschaft durch das Unternehmen von Manchester-United-Miteigentümer Jim Ratcliffe.

Tottenham Hotspur hat beim High Court in London Klage gegen Ineos Automotive eingereicht. Hintergrund ist die vorzeitige Beendigung einer Sponsorenvereinbarung, die ursprünglich über fünf Jahre laufen sollte. Gerichtsunterlagen bestätigen den Eingang der Klage am 12. Juni, weitere Details wurden bislang nicht veröffentlicht.

Die Partnerschaft zwischen Tottenham und Ineos bestand seit 2022 und machte das Modell „Ineos Grenadier“ zum offiziellen 4×4-Fahrzeugpartner des Vereins. Bereits im Februar war bekannt geworden, dass Ineos die Zusammenarbeit beenden wolle. Medienberichten zufolge sollte dafür eine Ausgleichszahlung im Millionenbereich geleistet werden – eine Bestätigung steht jedoch aus.

Ineos erklärte dazu: „Wir haben ein vertragliches Recht, unseren Partnerschaftsvertrag zu kündigen und haben dieses Recht im Dezember 2024 ausgeübt.“ Der Fall reiht sich in eine Reihe von Rückzügen und Einsparungen im Sportsponsoring durch Ineos ein. Das Unternehmen verwies zuletzt auf steigende Energiekosten und CO₂-Abgaben als Grund für umfassende Kostenreduzierungen.

Neben dem Konflikt mit Tottenham kam es auch bei anderen Engagements zu Problemen. So leitete der neuseeländische Rugbyverband NZR im Frühjahr rechtliche Schritte gegen Ineos ein, nachdem vereinbarte Sponsorenzahlungen ausgeblieben waren. Auch das Aus für das America’s-Cup-Projekt Athena Racing und der Rückzug aus weiteren Sponsorings belegen den Sparkurs des Konzerns.

Während Ineos weiterhin Titelsponsor des Radsportteams Ineos Grenadiers bleibt, sucht das Team aktiv nach weiteren Sponsoren. Die Vermarktung wird inzwischen von der Agentur Sportfive betreut. Berichten zufolge steht ein neuer Vertrag mit TotalEnergies kurz vor dem Abschluss.

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