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Tirols Tourismus verzeichnet positive Wintersaison

Landesrat Mario Gerber, Tirol Werbung-Geschäftsführerin Karin Seiler und WK-Spartenobmann Alois Rainer (v.l.) (c) Tirol Werbung, Die Fotografen

Der Tiroler Tourismus zieht nach fünf von sechs Monaten der Wintersaison 2025/26 eine positive Zwischenbilanz. Von November 2025 bis März 2026 wurden 24,7 Millionen Nächtigungen gezählt, ein Plus von 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Zahl der Gästeankünfte stieg um 3,9 Prozent auf 5,7 Millionen. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer sank leicht um 0,1 Tage auf 4,3 Tage. Tirols Tourismuslandesrat Mario Gerber bewertet die Entwicklung grundsätzlich positiv. „Trotz globaler Krisen und wirtschaftlicher Herausforderungen fällt die bisherige Bilanz der Wintersaison gemessen an der Nachfrage positiv aus, daher dürfen wir durchaus zufrieden damit sein.“

Gerber betont gleichzeitig, dass die Nachfrageentwicklung nicht darüber hinwegtäuschen dürfe, dass viele Betriebe weiterhin mit wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert sind. Veranstaltungen und zusätzliche Angebote würden daher gezielt eingesetzt, um die Nachfrage auch außerhalb der klassischen Ferienzeiten zu stärken.

Eine aktuelle Studie der Gesellschaft für Angewandte Wirtschaftsforschung unterstreicht die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus für Tirol. Für das Tourismusjahr 2024/25 wird eine Gesamtwertschöpfung von 10,2 Milliarden Euro ausgewiesen. „Mehr als jeder vierte Euro in Tirol wird im Zusammenhang mit dem Tourismus erwirtschaftet“, erklärt Gerber.

Neben der direkten Wertschöpfung entstehen laut Studie auch zahlreiche indirekte Effekte für andere Branchen wie Bau, Handel, Verkehr oder Immobilien. Zudem gilt der Tourismus als wichtiger Arbeitgeber im Bundesland. Rund 83.000 Vollzeitäquivalente stehen in Zusammenhang mit der Branche, was mehr als jedem vierten Arbeitsplatz in Tirol entspricht. Zusätzlich werden Steuern und Abgaben in Höhe von 6,3 Milliarden Euro generiert.

Bei den Herkunftsmärkten dominieren weiterhin die klassischen Nahmärkte. Gäste aus Deutschland stellen mit 12,4 Millionen Nächtigungen und einem Plus von 3,1 Prozent rund die Hälfte des gesamten Wintervolumens. Dahinter folgen die Niederlande mit 3,8 Millionen Nächtigungen (+0,3 Prozent) sowie Österreich mit 1,6 Millionen Nächtigungen (+2,2 Prozent). Auch aus dem Vereinigten Königreich gab es mit rund 950.000 Nächtigungen ein Wachstum von 3,9 Prozent, während die Schweiz mit etwa 860.000 Nächtigungen ein leichtes Minus von 0,7 Prozent verzeichnete.

Tirol Werbung-Geschäftsführerin Karin Seiler sieht vor allem die stabilen Nahmärkte als wichtigen Faktor für die positive Entwicklung: „Es ist erfreulich und gleichzeitig bemerkenswert, dass sich die Nahmärkte – allen voran Deutschland – trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds positiv entwickelt haben.“

Gleichzeitig verändert sich das Reiseverhalten der Gäste. Laut Seiler konzentrieren sich viele Urlaube stärker auf die Kernmonate Dezember bis Februar. „Sie fokussieren ihre Urlaube in Richtung der Kernmonate Dezember bis Februar. Während es dadurch das frühere Jännerloch in dieser Form nicht mehr gibt, geht die Nachfrage im März und April zurück.“

Um den Spätwinter stärker zu bewerben, hat Tirol Werbung zusätzliche Mittel in Höhe von rund 500.000 Euro in Marketingmaßnahmen investiert. Dazu zählen Kampagnen rund um den sogenannten „Gletscherfrühling“ sowie zusätzliche Livebilder aus Skigebieten. Gleichzeitig wurde das Projekt „Attraktiver Ganzjahrestourismus“ gestartet, an dem derzeit 16 Tourismusverbände beteiligt sind.

Trotz der stabilen Nachfrage bleibt die wirtschaftliche Situation vieler Betriebe angespannt. Alois Rainer, Spartenobmann für Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Tirol, weist darauf hin: „Hohe Nachfrage ist nicht gleichbedeutend mit hohen Erträgen.“ Vor allem kleinere Betriebe stehen aufgrund steigender Kosten für Personal, Energie und Betriebsmittel unter Druck. [...]

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