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Studie: Sportbranche droht massiver Umsatzrückgang

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Eine neue Marktanalyse zeigt, dass steigende Kosten und sinkende Kaufkraft den Sportsektor erheblich belasten. Prognosen gehen von einem monatlichen Umsatzrückgang von über 300 Millionen Euro aus.

Die angespannte wirtschaftliche Lage in Deutschland wirkt sich zunehmend auch auf den Sportmarkt aus. Laut einer aktuellen Marktstudie aus der Sportbusiness-Datenbank „ONE8Y DB“ planen 43 Prozent der Sport-Interessierten, ihre Ausgaben in diesem Bereich zu reduzieren. Die finanziellen Einschnitte könnten die Branche schwer treffen – mit einem prognostizierten monatlichen Umsatzrückgang von rund 307 Millionen Euro.

Besonders betroffen sind Ausgaben für Fanartikel (46 Prozent der Befragten wollen hier sparen), Stadionbesuche (41 Prozent), Sportreisen (38 Prozent) sowie Sportbekleidung und Streaming-Abos (jeweils 37 Prozent). Hendrik Fischer, CEO der Sportmarketing-Agentur ONE8Y, warnt vor den Auswirkungen dieser Entwicklung: „Die gesamte Wirtschaft steht unter Druck, und das wirkt sich direkt auf das Freizeit, Sport- und Konsumverhalten aus. Sport ist essenziell – für die Wirtschaft, für die Gesundheit und für den sozialen Zusammenhalt. Deshalb darf er nicht zu einem Bereich werden, der für viele Menschen unbezahlbar wird.“

Laut der Studie sind die Einsparungen im Sportbereich sogar höher als während der Energiekrise 2022. Damals lag die durchschnittliche monatliche Kürzung bei 14 Euro, während sie aktuell bei 17,86 Euro pro Sportfan liegt. Die Studie verdeutlicht, dass es sich nicht nur um eine kurzfristige Konsumflaute handelt, sondern um eine grundlegende Verhaltensänderung im Sportkonsum.

Die Experten fordern daher gezielte Maßnahmen, um den Zugang zum Sport auf breiter Basis zu erhalten. „Der Zugang zu Sport – sei es durch Mitgliedschaften, Tickets oder Ausrüstung – muss für alle möglich bleiben. Wenn finanzielle Hürden steigen, verliert der Sport seine gesellschaftliche Funktion als verbindendes Element.“, betont Michael Zengel, Studienleiter von ONE8Y. Vor allem professionelle Clubs mit hohen Fixkosten stehen vor der Herausforderung, neue Wege zu finden, um Fans trotz der finanziellen Unsicherheit an den Sport zu binden.

Fischer sieht zudem die Politik in der Pflicht: „Sport ist systemrelevant – nicht nur im Profibereich, sondern auch für Millionen von Freizeitsportlern, Kindern und Jugendlichen. Vereine, Sportstätten und Breitensport-Initiativen brauchen gezielte Unterstützung, um langfristige Schäden zu vermeiden.“

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