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Stripfing: Offene Spieler-Gehälter und Probleme im Nachwuchs

(c) GEPA pictures/ Kevin Hackner

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Die Situation beim SV Stripfing spitzt sich weiter zu: Nach einem offenen Brief der Kampfmannschaft wegen ausstehender Gehaltszahlungen droht dem Klub nun auch Ärger von Verband und Bundesliga wegen Problemen im Nachwuchsbereich.

Beim Zweitligisten SV Stripfing wächst der Druck auf mehreren Ebenen. Wie Laola1 berichtet, hat sich der gesamte Kader in einem offenen Brief an die Vereinsführung gewandt und die Auszahlung ausstehender Gehälter gefordert.

Die Spieler setzten dem Klub eine Frist bis Ende Oktober und kündigten rechtliche Schritte an, sollte bis dahin kein Geld fließen. Unterstützung erhalten sie von der Spielergewerkschaft Younion. Deren Vertreter Stephan Auer erklärte: „Wir waren in Stripfing und haben die Fußballer über all ihre Möglichkeiten informiert. Sie kennen jetzt ihre Rechte, wissen, dass sie im Ernstfall abgesichert sind.“

Die finanziellen Schwierigkeiten des Vereins stehen im Zusammenhang mit der Insolvenz des wichtigsten Geldgebers und Vizepräsidenten Erich Kirisits, über dessen Unternehmen „Wienerwald“ und „EffiCent“ ein Konkursverfahren läuft. Sportchef Alexander Grünwald betonte gegenüber LAOLA1, dass trotz der Lage „die Stimmung innerhalb der Mannschaft wirklich gut“ sei.

Auch aus dem Nachwuchsbereich droht Ungemach

Die Probleme beschränken sich nicht nur auf die Finanzen. Laut einem Bericht der Niederösterreichischen Nachrichten (NÖN) wurden die Nachwuchsteams U10, U11 und U12 vom Verband ausgeschlossen, nachdem sie mehrfach nicht zu Spielen angetreten waren. Neben Geldstrafen in Höhe von 1.600 Euro könnte dieser Schritt schwerwiegende Folgen haben – denn die Nachwuchsarbeit ist ein Kriterium für die Lizenz in der 2. Liga.

Die Bundesliga prüft nun mögliche Sanktionen, die von Punkteabzügen bis hin zu einem Lizenzentzug reichen könnten. Ob Stripfing gegen die Entscheidung des NÖFV Protest einlegt, ist noch offen. Pressesprecher Christopher Krieg erklärte, man nehme die Entscheidung „zur Kenntnis“ und werde nach interner Abstimmung über das weitere Vorgehen entscheiden.

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