Die Golf-Liga LIV Golf steht vor einer Neuausrichtung ihrer Finanzierung. Wie aus einem Bericht von SportsPro hervorgeht, wird der saudi-arabische Staatsfonds Public Investment Fund (PIF) seine finanzielle Unterstützung mit Ende der Saison 2026 einstellen.
Seit dem Start der Liga im Jahr 2021 hat der PIF mehr als 5,3 Milliarden US-Dollar in das Projekt investiert und zuletzt monatlich rund 100 Millionen US-Dollar für den laufenden Betrieb aufgewendet. Angesichts fehlender Profitabilitätsperspektiven in den kommenden Jahren sowie veränderter strategischer Prioritäten zieht sich der Fonds nun zurück.
In einer Stellungnahme heißt es: „Der PIF hat die Entscheidung getroffen, LIV Golf nur noch bis zum Ende der Saison 2026 zu finanzieren.“ Weiter wird ausgeführt: „Die erheblichen Investitionen, die LIV Golf über einen längeren Zeitraum erfordern würde, stehen nicht mehr im Einklang mit der aktuellen Phase der Investitionsstrategie des PIF.“
Parallel dazu wurde ein neues, unabhängiges Board eingerichtet, das zukünftige Finanzierungsoptionen prüfen soll. Ziel ist es, neue Investoren zu gewinnen und die Liga auf ein breiter aufgestelltes Finanzierungsmodell zu stützen. Dabei wird unter anderem ein Ansatz mit mehreren Partnern verfolgt, um die Abhängigkeit von einzelnen Geldgebern zu reduzieren.
LIV Golf verweist in diesem Zusammenhang auf gesicherte Sponsoringeinnahmen von mehr als 500 Millionen US-Dollar sowie steigende Ticketverkäufe, insbesondere in Märkten wie Australien und Südafrika. Gleichzeitig bleibt die wirtschaftliche Situation herausfordernd, da die Liga bislang nur geringe Einnahmen aus Medienrechten generiert.
Gene Davis, Vorsitzender des Komitees unabhängiger Direktoren, erklärte: „LIV Golf hat etwas klar Differenziertes aufgebaut – eine globale Liga mit engagierten Fans, Weltklasse-Athleten und nachweisbarer kommerzieller Entwicklung.“ Ziel sei es, die Struktur der Liga weiterzuentwickeln, langfristiges Kapital zu sichern und die Grundlage für weiteres Wachstum zu schaffen.
Trotz des Rückzugs aus LIV Golf betont der PIF, weiterhin in internationale Sportprojekte investieren zu wollen.