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Saudi-Arabiens Public Investment Fund schwenkt Fokus auf inländische Projekte

(c) Canva / Pixabay

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Der saudische Public Investment Fund (PIF) wird künftig seine internationalen Ausgaben reduzieren und stärker in inländische Projekte investieren.

Laut PIF-Gouverneur Yasir Al-Rumayyan soll der Anteil der Ausgaben im Ausland von 30 auf etwa 18 Prozent sinken. Auf dem Future Investment Initiative (FII)-Gipfel kündigte Al-Rumayyan an, dass der PIF seine internationale Investitionstätigkeit drosseln möchte, um die saudische Binnenwirtschaft gezielt zu fördern. Der >> PIF verwaltet Vermögenswerte im Wert von 925 Milliarden US-Dollar (854 Millionen Euro) und ist ein zentrales Instrument des saudischen Plans „Vision 2030“, mit dem Kronprinz Mohammed bin Salman die Wirtschaft des Landes unabhängiger vom Öl machen will. Der Fonds hat in den letzten Jahren zahlreiche internationale Investments getätigt, vor allem im Sport, wo er als Eigentümer von Newcastle United in der Premier League und als Sponsor der LIV-Golftour auftritt. Weitere Investitionen erstrecken sich auf Sportarten wie Tennis, Cricket und Rugby.

„Der Anteil der internationalen Investitionen ist von zwei auf 30 Prozent gestiegen“, erklärte Al-Rumayyan. „Jetzt ist es unser Ziel, ihn auf einen Bereich zwischen 18 und 20 Prozent zu senken.“ Auch bei den internationalen Partnerschaften hat sich laut Al-Rumayyan das Interesse verändert: Statt nach direktem Kapital suchen Investoren zunehmend nach Co-Investitionsmöglichkeiten mit dem PIF.

Saudi-Arabien gehört zu den weltweit führenden Investoren im Sport. Al-Rumayyans Aussage lässt jedoch darauf schließen, dass das Land in den kommenden Jahren im Ausland nicht mehr so aggressiv investieren könnte. Stattdessen wird ein Schwerpunkt auf Projekten wie der 500 Milliarden US-Dollar (461 Milliarden Euro) teuren Smart City Neom liegen, die die saudische Wirtschaft direkt fördern sollen. Auch die FIFA-Weltmeisterschaft 2034 soll zu dieser Strategie beitragen, mit einem Ausbau von 11 neuen Stadien für das Turnier.

Der Investmentfonds SURJ Sport Investment, der ebenfalls vom PIF finanziert wird, dürfte seine Ressourcen auf den heimischen Markt ausrichten. So hatte SURJ-Geschäftsführer Danny Townsend die Investitionen in die Professional Fighters League (PFL) als ideale Chance für Veranstaltungen im Land hervorgehoben, die der saudischen Bevölkerung neue Beteiligungsmöglichkeiten bieten sollen.

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