Die Technik von Alge-Timing kennt jeder österreichische Sportfan, ohne sie bewusst wahrzunehmen: Das Vorarlberger Unternehmen feiert dieser Tage sein 80-jähriges Bestehen und entwickelt elektronische Zeitmesssysteme für zahlreiche Sportarten – vom Schwimmen über Ski- und Radfahren bis zur Leichtathletik. sportsbusiness.at hat mit Geschäftsführer Wolfgang Sparer über das Geschäft in einer hochspezialisierten Nische, die Übernahme durch Microgate und die Zukunft der Zeitmessung gesprochen.
+ + sportsbusiness.at exklusiv - von Georg Sohler + +
Wer sonntags Wintersport schaut, kommt um Alge-Timing nicht vorbei – seit vielen Jahrzehnten liefert das Unternehmen verlässliche Lösungen, damit die Fans zuhause wissen, um wie viel Hundertstel die Sieger:in schneller war als die Verfolger:innen.
Es geht um Medaillen, Rekorde und mitunter viel Geld. Da darf es keine Zweifel an der Zeitmessung geben. „In der Zeitmessung gibt es keine zweite Chance. Wenn ein Sportler die Ziellinie überquert, muss das System funktionieren. Punkt“, sagt Wolfgang Sparer.
Der gebürtige Italiener und begeisterte Skifahrer ist seit Juni Geschäftsführer und rechnet im Interview mit sportsbusiness.at vor: „Wir machen etwas über vier Millionen Euro Umsatz, die Exportquote liegt über 80 Prozent.“ Die 20 hochspezialisierten Mitarbeiter:innen liefern die Produkte von Lustenau aus in rund 100 Länder. Vertretungen gibt es in 40 Ländern. Die Beschäftigten decken dabei die gesamte Wertschöpfungskette ab. In manchen Bereichen liegt das spezifische Wissen sogar bei einzelnen Mitarbeiter:innen.
Wie viele Technologieanbieter im Sport agiert Alge-Timing meist im Hintergrund. Für die korrekte Zeitmessung bei Wettkämpfen sind solche Spezialisten dennoch unverzichtbar. Sparer gibt einen Einblick in diese Welt, die es ganz genau nimmt, damit der Sport fair [...]