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Real Madrid prüft neues Beteiligungsmodell

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Real Madrid plant eine grundlegende Änderung seiner Eigentümerstruktur und möchte erstmals externes Kapital aufnehmen.

Präsident Florentino Pérez bestätigte, dass ein „Minderheitsaktionär“ mit einem Anteil von etwa fünf Prozent in eine neu zu gründende Gesellschaft aufgenommen werden soll. Die Kontrolle soll weiterhin bei den mehr als 98.000 Mitgliedern bleiben.

Pérez erklärte laut The Athletic, dass Real Madrid ein Mitgliederverein bleiben werde. Vorgesehen ist eine Tochtergesellschaft, in der die socios die Mehrheit behalten. „Wir werden weiterhin ein Mitgliederklub bleiben, aber wir werden eine Tochtergesellschaft schaffen, in der die socios die Kontrolle behalten, jedoch mit einem Minderheitsaktionär von etwa fünf Prozent.“ Ein Börsengang sei ausgeschlossen. Der neue Investor müsse die Werte des Klubs teilen und zur Sicherung der wirtschaftlichen Stabilität beitragen.

Über die Änderung soll zunächst das außerordentliche Gremium aus rund 2.000 compromisario abstimmen. Bei Zustimmung gäbe es anschließend ein Referendum aller wahlberechtigten Mitglieder ab 18 Jahren. Jede Mitgliedschaft soll künftig mit einer Aktie verknüpft werden, die nur an Kinder oder Enkel übertragen werden darf. Investoren hätten Anspruch auf eine Art Dividende, jedoch keine Stimmrechte.

Der Klub verzeichnete im Geschäftsjahr 2024/25 einen Umsatz von 1,185 Milliarden Euro. Das soll laut Verein ein neuer Rekord und der höchste Wert im europäischen Fußball sein. Dennoch sucht Real nach zusätzlichen Einnahmequellen, um mit finanzstarken Klubs aus der Premier League mitzuhalten. Zu den wichtigsten Maßnahmen zählt die Modernisierung des Santiago Bernabéu, das künftig deutlich mehr Ertrag generieren soll.

Pérez verwies außerdem auf externe Einflussfaktoren, etwa Diskussionen über mögliche Änderungen der spanischen Gesetzeslage. Der Klub lehnt weiterhin das CVC-Modell von LaLiga ab, bei dem der Ligaverband langfristig Rechte an einen Finanzinvestor abgegeben hat.

Parallel treibt Real Madrid seine juristischen Schritte im Zusammenhang mit der gescheiterten Super League weiter voran. Nach Informationen der Financial Times fordert der Klub Schadensersatz in Höhe von über vier Milliarden Euro, da ihm durch das Ausbleiben der neuen Wettbewerbseinnahmen massive wirtschaftliche Nachteile entstanden seien.

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