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Neuer Anlauf: Unify League als Nachfolger der Super League

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Die Initiatoren der Super League haben mit der „Unify League“ einen neuen Vorschlag für einen paneuropäischen Fußballwettbewerb präsentiert. Am Dienstag übermittelte der Sportprojektentwickler A22 den entsprechenden Plan an die UEFA und FIFA, die dem Projekt weiterhin ablehnend gegenüberstehen.

Die „Unify League“ soll ein Konkurrenzformat zu den bestehenden europäischen Clubwettbewerben werden, allerdings mit einigen Änderungen gegenüber der ursprünglich geplanten Super League. Ein wesentlicher Punkt ist, dass die Teilnahme nicht exklusiv, sondern abhängig von den Platzierungen in den nationalen Ligen sein soll. Zudem ist eine eigene Streamingplattform vorgesehen, über die alle Spiele kostenlos verfügbar wären.

>> A22 beruft sich in seinem Vorstoß auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) aus dem vergangenen Jahr, das den Einfluss der UEFA und FIFA auf neue Wettbewerbe beschränkt. Der EuGH hatte entschieden, dass die Verbände keine pauschalen Verbote gegen neue Formate aussprechen dürfen. Allerdings bedeutet dies nicht automatisch, dass alle neuen Wettbewerbe genehmigt werden müssen.

A22-CEO Bernd Reichart erklärte: „Unsere enge Zusammenarbeit mit den wichtigsten Interessengruppen hat dringende Themen aufgezeigt, die in Angriff genommen werden müssen: steigende Abokosten für Fans, ein zu voller Spielkalender, unzureichende Investitionen in den Frauen-Fußball und Unzufriedenheit mit dem Format und der Governance der europäischen Clubwettbewerbe.“ Der neue Vorschlag solle genau diese Herausforderungen adressieren.

Die ursprüngliche Super-League-Idee war vor allem wegen ihrer geschlossenen Struktur und der Bevorzugung großer Vereine auf massiven Widerstand gestoßen. Kritiker hatten befürchtet, dass ein solcher Wettbewerb den nationalen Ligen schaden und kleinere Clubs weiter benachteiligen würde.

Ob die „Unify League“ mehr Akzeptanz finden wird, bleibt abzuwarten. Der Vorschlag setzt auf eine engere Verzahnung mit den bestehenden nationalen Strukturen, um die Kritik an Exklusivität und mangelnder Chancengleichheit zu entschärfen. Dennoch dürfte es schwer werden, die UEFA und FIFA von dem Projekt zu überzeugen.

Die Reaktionen der beiden Dachverbände und weiterer Interessengruppen werden entscheidend sein, ob die „Unify League“ tatsächlich umgesetzt werden kann oder das Schicksal ihres Vorgängers teilt.

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