Die regionalen TV-Übertragungsrechte der Major League Baseball (MLB) sind 2026 trotz des anhaltenden Niedergangs des traditionellen Kabelmodells 1,6 Milliarden US-Dollar wert. Das zeigt eine aktuelle Analyse von Ampere Analysis, die damit die Widerstandsfähigkeit des MLB-Broadcast-Geschäfts in einer Phase des strukturellen Wandels unterstreicht.
Die Regionalrechte machen 43 Prozent der gesamten MLB-Broadcast-Einnahmen von 3,7 Milliarden Dollar aus, während nationale TV-Deals weitere 2,1 Milliarden beisteuern. Der Kontext ist jedoch herausfordernd: Ampere Analysis schätzt, dass die Zahl der US-Pay-TV-Haushalte von 96 Millionen im Jahr 2016 bis Ende 2026 auf 65 Millionen sinken wird, während Streaming-Haushalte im gleichen Zeitraum von 57 auf 112 Millionen wachsen. Regional Sports Networks (RSNs), die Teams für lokale Übertragungsrechte bezahlen, geraten dadurch zunehmend unter Druck.
In den vergangenen vier Jahren haben 13 der 30 MLB-Teams ihren regionalen Netzwerkpartner verloren – zwölf davon infolge der Insolvenzen von Diamond Sports und Main Street Sports Group. Die Liga hat reagiert und übernahm mit ihrem Streaming-Dienst MLB.tv für 14 Teams die regionalen Übertragungsrechte. Im Gegensatz zu klassischen RSN-Verträgen sind die Zahlungen hier jedoch an die Abonnentenzahl geknüpft und nicht garantiert – eine Übergangslösung, die den Wert traditioneller Regionalverträge bislang nicht erreicht. Die 14 MLB.tv-Teams vereinen laut Ampere nur rund 30 Prozent der [...]