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Milliarden-Dollar-Fall: Spielerorganisation klagt FIFA

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Der Fußball steht möglicherweise vor einer Umwälzung kaum abschätzbaren Ausmaßes: Die Organisation Justice for Players klagt vor einem niederländischen Gericht auf Schadensersatz für Profis, bei denen es um vorzeitige Vertragsauflösung ging.

Im Oktober entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH) nach Klage von Ex-Profi Lassana Diarra, dass bestimmte FIFA-Transferregeln gegen EU-Recht verstoßen. Diarra wird von der Kanzlei Dupont-Hissel vertreten. Diese wurde von Jean-Louis Dupont gegründet. Er vertrat Jean-Marc Bosman und erreichte das nach dem Kicker benannte Bosman-Urteil im Jahr 1995. Dieses hat den Fußball für immer verändert und eine ähnliche Umwälzung steht nun im Raum.

Dupont-Hissel ist auch an der Organisation Justice for Players beteiligt, die nun vor einem niederländischen Gericht klagt, weil aus ihrer Sicht einem Spieler Schadensersatz zustünde. Nämlich dann, wenn es – gemäß EuGH-Spruch – zu einer vorzeitigen Vertragsauflösung kommt und der Spieler von seinem Verein mit einer Strafe belegt wird. Gemäß FIFA-Regularien ist dann auch der Verein haftbar, der den Spieler neu unter Vertrag nimmt. Das widerspreche EU-Recht.

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Aus Sicht von Justice for Players hätten die Spieler es so jahrzehntelang schwer gehabt, Verträge ohne triftigen Grund vorzeitig zu kündigen. Das betreffe in der EU um die 100.000 Spieler, es gehe um Milliarden. Weiters sollte sich aus den für unrechtmäßig erklärten Transferregelungen für die Karriere der Betroffenen acht Prozent geringere Gehälter ergeben. Einen Beleg für diese Schätzungen wurden nicht vorgelegt.

Neben der FIFA will man auch die Verbände in Deutschland, Frankreich, Belgien, Dänemark und den Niederlanden klagen, sofern es nicht zu einer Einigung kommt. In diesem Fallee würde Anfang 2026 eine Klage eingebracht werden. In den Niederlanden herrschen die entsprechenden rechtlichen Rahmenbedingungen für eine derartige Sammelklage, denkt zumindest die Organisation.

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