Für die Sport- und Entertainmentagentur „The Team“, die früher unter dem Namen Wasserman bekannt war, gibt es mehrere Kaufinteressenten.
Laut einem Bericht der New York Times haben unter anderem die United Talent Agency (UTA), die Private-Equity-Gesellschaft Permira sowie Patrick Whitesell, ehemaliger Vorstandsvorsitzender von Endeavor, Interesse an einer Übernahme bekundet.
Auch ein Konsortium rund um den Reddit-Mitgründer Alexis Ohanian und den Softwareunternehmer Chris Giliberti soll sich für einen Einstieg interessieren. Interessierte Parteien konnten bis zum 20. April formelle Interessenbekundungen abgeben. Dabei besteht die Möglichkeit, entweder den 40-Prozent-Anteil von Gründer Casey Wasserman, das gesamte Unternehmen oder eine Beteiligung in anderer Höhe zu erwerben.
Das Unternehmen wurde Anfang des Jahres zum Verkauf gestellt. Hintergrund sind veröffentlichte E-Mails zwischen Wasserman und Ghislaine Maxwell, die im Zuge von Dokumenten zur US-Untersuchung rund um den verurteilten Finanzier Jeffrey Epstein publik wurden. Im März wurde die Agentur zudem in „The Team“ umbenannt.
Die restlichen 60 Prozent des Unternehmens gehören der Beteiligungsgesellschaft Providence Equity Partners. Nach Angaben der New York Times erwirtschaftet die Agentur jährlich rund 200 Millionen US-Dollar.
„The Team“ betreut zahlreiche bekannte Persönlichkeiten aus Sport und Unterhaltung. Zu den vertretenen Athletinnen und Athleten zählen unter anderem WNBA-Spielerin Breanna Stewart, Eishockeystar Connor McDavid sowie Real-Madrid-Mittelfeldspieler Federico Valverde.
Laut Angaben von Forbes vertrat die Agentur im Juli 2025 insgesamt 4.360 Klientinnen und Klienten. Die von ihr betreuten Spielerverträge hatten demnach einen geschätzten Gesamtwert von 9,52 Milliarden US-Dollar. Die möglichen Provisionserlöse wurden auf bis zu 956 Millionen US-Dollar geschätzt.
In den vergangenen Monaten verließen allerdings auch einige Klienten die Agentur, darunter die ehemalige US-Fußballnationalspielerin Abby Wambach und Musikerin Chappell Roan.
Unabhängig davon bleibt Casey Wasserman Vorsitzender des Organisationskomitees der Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles. Dort hatte es zuletzt ebenfalls Diskussionen über seine Rolle gegeben.