Der italienische Fußballklub Lazio Rom hat einen neuen Hauptsponsor gefunden. Der Serie-A-Verein vereinbarte eine mehrjährige Partnerschaft mit dem Prediction-Market-Anbieter Polymarket. Das Gesamtvolumen des Deals soll laut Medienberichten mindestens 22 Millionen US-Dollar betragen.
Die Vereinbarung gilt ab sofort und läuft zunächst bis zum Ende der Saison 2027/28. Zudem enthält der Vertrag eine Option auf eine Verlängerung bis 2029. Für Lazio endet damit eine rund dreijährige Phase ohne Trikothauptsponsor, nachdem der vorherige Vertrag mit dem Kryptounternehmen Binance nach der Saison 2022/23 ausgelaufen war.
Umgerechnet entspricht der Deal einem durchschnittlichen Jahreswert von rund neun Millionen Euro. Damit bewegt sich Lazio im Mittelfeld der Serie-A-Trikotsponsoringverträge. Deutlich höhere Einnahmen erzielen etwa Inter Mailand und AC Mailand, die jeweils rund 30 Millionen Euro pro Jahr aus ihren Hauptpartnerschaften erhalten.
Neben der Platzierung auf der Trikotbrust wird Polymarket auch als „offizieller Partner für Fan-Insights und digitale Analysen“ auftreten. Der Klub erklärte, man gehöre zu einer ausgewählten Gruppe europäischer Vereine, mit denen neue Formen der Interaktion zwischen Sport, Daten und Technologie entwickelt werden sollen.
Lazio-Präsident Claudio Lotito sagte: „Polymarket ist ein Partner, der den Blick in die Zukunft richtet und Trends mit innovativen Werkzeugen analysieren kann. Diese Vereinbarung stärkt unseren internationalen Entwicklungsweg und bestätigt unseren Anspruch, uns im globalen Sport zunehmend modern und wettbewerbsfähig zu positionieren.“
Auch Polymarket-Marketingchef Matthew Modabber betonte die strategische Bedeutung der Kooperation: „Lazio ist eine traditionsreiche Institution mit einer zukunftsorientierten Vision. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit einem Klub, der unseren Ansatz für Innovation und die Nutzung von Daten teilt.“
Prediction-Markets ermöglichen es Nutzerinnen und Nutzern, Verträge zu handeln, deren Wert vom Ausgang bestimmter Ereignisse abhängt. In den USA haben entsprechende Plattformen zuletzt an Bedeutung gewonnen. Dort unterliegen sie in vielen Fällen der Regulierung für Rohstoff- und Derivatehandel und nicht den klassischen Glücksspielgesetzen. [...]