Der britische Sender ITV plant bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 keine Werbung während der vorgesehenen Trinkpausen zu zeigen. Zwar hat die FIFA ihren Medienpartnern grundsätzlich erlaubt, während dieser Unterbrechungen Werbeeinblendungen zu integrieren, ITV will diese Möglichkeit jedoch nicht nutzen.
Die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko wird aufgrund der erwarteten hohen Temperaturen mit verpflichtenden Trinkpausen ausgetragen. Bei allen 104 Spielen soll jeweils zur Mitte jeder Halbzeit eine rund dreiminütige Unterbrechung stattfinden.
Grundsätzlich dürfen Sender in dieser Zeit Werbespots einblenden oder sogenannte Picture-in-Picture-Werbung verwenden. Laut einem Bericht der Times hat sich ITV jedoch dagegen entschieden. Als Gründe werden unter anderem regulatorische Vorgaben sowie wirtschaftliche Überlegungen genannt.
Nach den FIFA-Regeln dürfen Werbeeinblendungen erst 20 Sekunden nach der Spielunterbrechung beginnen und müssen spätestens 30 Sekunden vor Wiederanpfiff beendet werden. Zusätzlich begrenzen britische Vorschriften der Medienaufsicht Ofcom die maximale Werbezeit pro Sendestunde. Werbung während des Spiels würde daher die verfügbaren Werbefenster vor und nach der Partie reduzieren.
Zudem dürfen bei einer möglichen Picture-in-Picture-Einblendung ausschließlich offizielle FIFA-Sponsoren werben, was die Vermarktungsmöglichkeiten weiter einschränkt.
Andere Rechteinhaber planen hingegen, die Trinkpausen für zusätzliche Inhalte oder Werbung zu nutzen. Der US-Sender Fox, der die englischsprachigen Rechte hält, will während dieser Unterbrechungen Werbeformate einsetzen, während Telemundo die Pausen für zusätzliche Spielanalysen nutzen möchte.
ITV hatte zuletzt während der Six Nations im Rugby erstmals Picture-in-Picture-Werbung getestet. Dabei wurden kurze Werbeeinblendungen während Spielunterbrechungen gezeigt.