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IOC: TOP-Sponsoringerlöse 2025 auf niedrigstem Stand seit 2020

(c) GEPA pictures/ Carl Sandin

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Die Erlöse des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) aus dem TOP-Sponsorenprogramm sind 2025 deutlich gesunken. Wie aus den nun veröffentlichten Finanzzahlen hervorgeht, erzielte das IOC mit seinem obersten Sponsoringtier Einnahmen in Höhe von 560 Millionen US-Dollar – der niedrigste Wert seit dem Jahr 2020.

Insgesamt beliefen sich die Einnahmen des IOC laut einem Bericht von SportsPro.com im Jahr 2025 auf 649,8 Millionen US-Dollar. Dem standen Ausgaben von 689,4 Millionen US-Dollar gegenüber, wodurch sich ein Defizit von 39,6 Millionen US-Dollar ergab. Die operativen Aufwendungen stiegen im Jahresvergleich um neun Prozent auf 213 Millionen US-Dollar. Gleichzeitig wuchs das Gesamtvermögen des IOC um 14 Prozent auf rund sieben Milliarden US-Dollar, während sich die Verbindlichkeiten auf 2,1 Milliarden US-Dollar beliefen. Der Fondsbestand lag bei 4,9 Milliarden US-Dollar.

Der Rückgang der TOP-Erlöse ist vor allem auf die Entwicklung des Sponsorenportfolios zurückzuführen. Ende 2024 beendeten mit Atos, Bridgestone, Intel, Panasonic und Toyota gleich fünf Unternehmen ihre Partnerschaften. Zwar konnte das IOC 2025 mit TCL einen neuen Partner gewinnen und bestehende Verträge mit Anheuser-Busch InBev und Allianz verlängern, dennoch umfasste das TOP-Programm zuletzt nur noch elf Unternehmen – so wenige wie zuletzt 2015. Zum Vergleich: Im Jahr der Olympischen Spiele in Paris 2024 lagen die TOP-Einnahmen noch bei 872 Millionen US-Dollar, die Gesamterlöse des IOC bei rund 4,4 Milliarden US-Dollar.

IOC-Präsidentin Kirsty Coventry, die sich 2025 in ihrem ersten vollständigen Amtsjahr befand, hatte bereits im Vorfeld ihrer Wahl darauf hingewiesen, dass globale Sponsoren häufiger Kontaktpunkte mit den Olympischen Spielen wünschen und nicht nur alle zwei Jahre. Vor diesem Hintergrund wurde eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die sich mit der Weiterentwicklung kommerzieller Partnerschaften und Marketingmodelle beschäftigt.

Auch bei der Sichtbarkeit von Sponsoren zeichnet sich ein Wandel ab. Während die sogenannte Clean-Venue-Policy lange Zeit nahezu werbefreie Wettkampfstätten vorsah, wurden bei den Spielen in Paris 2024 erste Lockerungen sichtbar. Diese Entwicklung soll sich bei den Spielen in Los Angeles 2028 fortsetzen. Erstmals sollen dort offizielle Wettkampfstätten Namensrechte für Marken erhalten können.

Das IOC verweist dennoch auf anhaltendes Interesse am TOP-Programm. Generaldirektor Christophe De Kepper erklärte, es gebe weiterhin Gespräche mit internationalen Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen, die sich für eine Beteiligung interessieren.

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