Nach der Ankündigung der Holding Graz GmbH, ihre Sponsoringverträge mit dem SK Sturm Graz, dem GAK 1902 und den Graz 99ers mit Ende der laufenden Saison zu beenden, haben die betroffenen Vereine mit deutlichen Reaktionen und ersten gemeinsamen Protestaktionen auf die Entscheidung reagiert.
Die Graz 99ers setzten das unmissverständlichste Zeichen: Von Freitagmittag bis Sonntag um Mitternacht streichen die Eishockeyspieler den Schriftzug „Graz” aus ihrem Namen, ihren Schriftzügen und Logos. General Manager Bernd Vollmann erklärte das Timing als besonders bitter: „Auch uns hat diese Nachricht just zu einem Zeitpunkt erreicht, als wir in der Champions League und in Norwegen Graz vertreten und weit über alle Grenzen hinausgetragen haben.” Vollmann kündigte zudem an, man werde zu hundert Prozent solidarisch mit dem SK Sturm und dem GAK 1902 auftreten. Weitere gemeinsame Maßnahmen seien nach der Rückkehr von Sturm Graz aus England geplant.
Auch der SK Sturm Graz setzte beim Europa-League-Auswärtsspiel in Bournemouth ein sichtbares Zeichen: Der Schriftzug „Graz” im Vereinswappen wurde beim Walk-on der Mannschaft abgeklebt (s. Beitragsbild). In einem Klub-Statement sprach Sturm von einem „verheerenden Signal für den gesamten Sportstandort” und fasste die Botschaft in klare Worte: „Kein Sport-Sponsoring, kein Respekt, keine Wertschätzung.”
Die schärfste inhaltliche Reaktion kam vom GAK 1902. In einer ausführlichen Stellungnahme kritisierten die Rotjacken nicht nur die Entscheidung selbst, sondern auch die Art und Weise, wie sie kommuniziert wurde: „Widersprüchlich zu den medial getätigten Aussagen wurde uns nachträglich auch mitgeteilt, dass auch das Sponsoring für die Frauenteams, Jugend und Special Needs beim GAK deutlich eingeschränkt werden sollen.” Der Verein betonte die [...]