Digitale Plattformen und KI-Unternehmen gewinnen weiter an Markenwert, während Luxusmarken und deutsche Autohersteller Rückgänge verzeichnen. Auch zahlreiche Sportpartner sind unter den stärksten Global Brands der Welt vertreten.
Der Best Global Brands Report von Interbrand gilt seit seinem 25-jährigen Jubiläum als umfassendste Langzeitstudie zur Entwicklung globaler Markenwerte. Für die Ausgabe 2025 wurden die Analyse- und Bewertungsmethoden weiter ausgebaut. Dazu zählen Investitionen in KI-Technologien über Omni und OmniAI sowie neue Partnerschaften mit Nasdaq und Paradigm Sample. Insgesamt basiert die aktuelle Studie auf mehr als 150.000 Markenprofilen und rund 200.000 Stunden Expertenanalyse. In diesem Beitrag picken wir die wichtigsten Themen aus diesem Report heraus und sehen uns auch die Verbindung zur Sportbusiness-Welt an.
Der Gesamtwert der 100 wertvollsten Marken weltweit ist laut dem Report auf 3,6 Billionen US-Dollar gestiegen. Das entspricht einem Plus von 4,4 % im Vergleich zum Vorjahr. An der Spitze stehen erneut Technologie- und Plattformriesen, die ihre Markenstärke durch datenbasierte Ökosysteme, KI und neue Geschäftsmodelle weiter ausbauen.
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Weitere InformationenDie Rangliste verdeutlicht den technologischen Schwerpunkt: KI-Treiber wie NVIDIA legten um +116 % zu, YouTube um +61 %. Auch soziale Netzwerke und Streamingdienste wachsen rasant: Instagram (+ 27 %), Spotify (+ 20 %) und Netflix (+ 42 %) zählen zu den größten Gewinnern.
Unter den Verlierern finden sich dagegen zahlreiche klassische Industrie- und Luxusmarken: Tesla (– 35 %), BMW (– 10 %), Volkswagen (– 14 %), Porsche (– 10 %), Gucci (– 35 %), Dior (– 10 %) und Nestlé (– 14 %). Vor allem die deutschen Autobauer mussten durch schwächere Absatzmärkte und eine zögerliche Transformation in Richtung Elektromobilität teils zweistellige Rückgänge hinnehmen.
Neueinsteiger im Ranking
Besonders stark fällt 2025 die Anzahl der Newcomer auf – mit zwölf neuen Marken, so viele wie seit 25 Jahren nicht mehr:
- BlackRock
- Booking.com
- Qualcomm
- GE Aerospace
- Uniqlo
- Dell
- Schneider Electric
- Monster
- Nasdaq
- John Deere
- BYD
- Shopify
Damit spiegeln die Neueinsteiger den globalen Wandel hin zu Fintech, KI, Halbleitern und nachhaltiger Industrie wider.
Auffällige Bewegungen
Neben den Techriesen verzeichneten auch klassische Marken deutliche Zuwächse: Allianz (+ 20 %), Mastercard (+ 14 %), Ferrari (+ 17 %) und Hermès (+ 18 %) profitierten von stabilen Geschäftsmodellen und hoher Markenloyalität. Im Gegenzug verloren VW (– 14 %) und Citi (– 9 %) an Markenwert.
Marken mit starkem Sportbezug
Viele der Topmarken aus diesem Report sind auch als globale Sportpartner aktiv. Apple spielt vor allem mit Apple TV eine immer größere Rolle rund um Übertragungsrechte wie jene für die MLS oder die Formel 1, ist aber auch als direkter Tech-Partner aktiv, etwa bei den NHL-Schiedsrichtern. Mit Amazon (u. a. UEFA Champions League, Premier-League- und NFL-Rechte) und Disney sind hier noch zwei weitere Mitbewerber aus dem Sportrechtemarkt in der Liste vertreten. Disney erweitert ebenfalls immer wieder das eigene Sportrechteportfolio, etwa mit den Übertragungsrechten für die UEFA Women’s Champions League und ist zudem Lizenzpartner der Formel 1.
Microsoft hat erst vor Kurzem gemeinsam mit der Premier League ein KI-Projekt gestartet. Automobilmarken wie Mercedes-Benz, Toyota, Audi und Hyundai investieren weiterhin in Motorsport und Sport-Sponsoring. Visa, Coca-Cola und Samsung zählen zum offiziellen Olympic Partner Programme. Von den Neuankömmlingen im Report ist unter anderem booking.com zuletzt als Partner der UEFA Women’s Euro 2025 in der Schweiz aufgetreten.
Fazit: Global Brands verändern sich
Technologie, KI und datenbasierte Markenführung dominieren die neue Markenwelt. Während Unternehmen mit klarer Innovationsstrategie weiter wachsen, geraten etablierte Player aus Luxus und Industrie zunehmend unter Druck. Der Sport bleibt ein zentraler Kommunikationskanal, über den Marken weltweit Sichtbarkeit und Relevanz aufbauen – von Streamingplattformen über Sponsoring bis hin zu globalen Events.