Nicht einmal jede fünfte Trainer- oder Funktionärsposition im organisierten Sport ist aktuell mit einer Frau besetzt. Das Gender Traineeprogramm will das ändern. Wie dieses Instrument wirkt, warum es gebraucht wird und wo dennoch strukturelle Hürden bestehen, erklären Sportstaatssekretärin Michaela Schmidt, Absolventin Olivia Raffelsberger und Coach Ursula Riegler im sportsbusiness.at-Interview.
++ sportsbusiness.at exklusiv von Georg Sohler ++
„Für mich als Sportstaatssekretärin ist die Förderung von Frauen ein zentrales Anliegen“, erklärt Sportstaatssekretärin Michaela Schmidt (SPÖ) eingangs beim Termin mit sportsbusiness.at. Denn vor allem im so wichtigen Teamsport sind Frauen strukturell benachteiligt.
In diesem Zusammenhang geht es nicht nur um Sportlerinnen an sich, sondern auch um Entscheidungspositionen. Diese werden aufgrund der ungleichen Verteilung von Care-Arbeit noch immer überwiegend von Männern ausgeübt.
Eine EU-Statistik unterstreicht dies: Bei Trainerinnen und Funktionärinnen beträgt der Frauenanteil in Österreich 17 beziehungsweise 18 Prozent. „Auf diese Zahlen sollte man keinesfalls stolz sein, die Anteile müssen gesteigert werden“, so Schmidt. „Aus meiner Erfahrung heraus muss ein gewisser Schwellenwert überschritten werden – ab dann unterstützen sich Frauen gegenseitig und durchstoßen gemeinsam gläserne Decken.“
Bei der Gendertagung 2025 im Haus des Sports schlug Schmidt daher einen Pflock ein: 30 Prozent bis 2030 – kein abschließendes Ziel, wie sie betont. Schließlich könne dieses langfristig nur 50:50 lauten. Ein zentrales Instrument auf diesem Weg ist das unter ihrem Vorgänger eingeführte Gender Traineeprogramm.
Erfolgsprojekt Gender Traineeprogramm
„So gut wie alle Absolventinnen sind dem Sport .....