Mit einem Zehn-Jahres-Vertrag kehrt die Formel 1 erstmals seit 1993 nach Afrika zurück. Ab Anfang der 2030er-Jahre soll im ostafrikanischen Ruanda ein Grand Prix ausgetragen werden – entworfen wurde die Strecke von Alexander Wurz.
Der letzte Afrika-Grand-Prix fand 1993 in Kyalami bei Johannesburg statt, wo der Franzose Alain Prost gewann. Nun wird der Kontinent wieder Teil des Formel-1-Kalenders: Im ruandischen Distrikt Bugesera, südlich der Hauptstadt Kigali, soll eine neue Rennstrecke entstehen – in unmittelbarer Nähe des neuen internationalen Flughafens, an dem Qatar Airways mit 60 Prozent beteiligt ist. Die Fluggesellschaft zählt auch zu den Hauptsponsoren der Formel 1.
Formel-1-Geschäftsführer Stefano Domenicali sieht in dem Vertrag die Erfüllung eines langjährigen Ziels: „Da Ruanda ab dem nächsten Jahrzehnt in den Rennkalender aufgenommen wird, wird unser Sport auf jedem bewohnten Kontinent ausgetragen und bringt die WM den Fans rund um den Globus näher denn je." Ruandas Präsident Paul Kagame bezeichnete den Vertragsabschluss als historischen Moment: „Seit mehr als drei Jahrzehnten fand die weltweit führende Motorsportmeisterschaft ohne diesen Kontinent statt – das ändert sich nun."
Die Strecke wurde vom österreichischen Ex-Formel-1-Piloten Alexander Wurz entworfen, der seit fast drei Jahren an dem Projekt beteiligt ist. „Es ist eine wunderschöne Strecke, eingebettet in zwei Hügeln, neben einem schönen See. Für die Fahrer wird es ein Rollercoaster, eine sehr schnelle, flüssige Strecke", beschreibt Wurz das Projekt im ORF. Die Bauarbeiten sollen bald beginnen, die Strecke soll Anfang der 2030er-Jahre fertiggestellt sein.
Für Ferrari-Pilot Lewis Hamilton, ist der Schritt eine persönliche Herzensangelegenheit. „Ruanda ist eines meiner liebsten Länder, in denen ich gewesen bin", hatte der 41-Jährige zuletzt erklärt und sich klar für einen Afrika-Grand-Prix ausgesprochen. Ob Hamilton die Premiere noch als [...]