Der Internationale Skiverband FIS steht vor einer Bestandsaufnahme seiner finanziellen Lage. Beim „FIS-Herbsttreffen" in Genf sollen die Mitgliedsverbände erstmals detailliert über den Zustand der Verbandsfinanzen nach der Ära des abgelösten Präsidenten Johan Eliasch informiert werden.
Das Treffen steht unter dem Motto „Ein Meilenstein für Zusammenarbeit und Transparenz". Neo-Präsident Alexander Ospelt, der sich im Juni in Belgrad mit 65:64 Stimmen gegen Eliasch durchgesetzt hatte, wird gemeinsam mit dem als Generalsekretär zurückgekehrten Urs Lehmann die Pläne für die kommenden Jahre vorlegen.
ÖSV-Präsidentin Roswitha Stadlober, die Österreich in Genf vertritt, reist mit Skepsis an: „Es gibt viele Gerüchte. Es sind Fragen da, und wir haben Themen, wie wir uns weiter ausrichten werden gemeinsam. Geht sich das alles noch aus?" Sie verwies darauf, dass Gewinnanteile aus FIS-Veranstaltungen wie Weltmeisterschaften einen wichtigen Teil der Einnahmen nationaler Verbände ausmachen – finanzielle Probleme beim Weltverband schlagen sich damit direkt auf die Mitgliedsverbände durch.
Wie gravierend die Situation ist, hatte ÖSV-Generalsekretär Christian Scherer bereits im Juni in einem Schreiben an Eliasch aufgezeigt: Das FIS-Budget weise für den Winter 2026/27 ein strukturelles Defizit von 5,7 Millionen Franken aus. Das Verbandsvermögen soll unter Eliasch von 130 auf [...]