Der FIFA-Dienst zum Schutz vor Anfeindungen in sozialen Medien hat bei der Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko einen deutlichen Anstieg der moderierten Inhalte verzeichnet. Seit Turnierbeginn am 11. Juni wurden mehr als 53 Millionen Beiträge und Kommentare moderiert, rund sieben Millionen davon als potenziell schädlich oder beleidigend identifiziert und entfernt.
Die Zahlen übersteigen die WM 2022 in Katar deutlich: Damals wurden 470.000 schädliche Beiträge entfernt und 19.600 Fälle gemeldet – bei der WM 2026 sind es 14-mal mehr Entfernungen und mehr als zehnmal so viele Meldungen. Das SMPS-Team prüfte und bewertete mehr als eine halbe Million von KI erkannte Nachrichten, die an Spieler, Trainer und Offizielle gerichtet waren. Mehr als 15.000 davon wurden zur weiteren Bearbeitung weitergeleitet, über 1.000 besonders schwerwiegende Drohungen wurden an Strafverfolgungsbehörden übergeben. Der Schutzdienst steht allen an FIFA-Turnieren teilnehmenden Teams, Trainern, Spielern und Offiziellen zur Verfügung.
Parallel zum Schutzprogramm setzte die FIFA während des Turniers mehrere soziale Kampagnen um. Die Antirassismus-Kampagne unter dem Motto „Zuhören, Flagge zeigen und engagieren" rief Fans und Spieler dazu auf, aktiv gegen diskriminierende Übergriffe einzutreten. Sie erzielte in sozialen Medien mehr als eine Milliarde Aufrufe. Anlässlich des Internationalen Tages gegen Hetze lud die FIFA gemeinsam mit TikTok und der Stadt Atlanta Spieler, Politiker und Technologieexperten zu einer Veranstaltung unter dem Motto „Hass stoppen, Fußball schützen" ins National Center for Civil and Human Rights ein. [...]