Fanatics Studios entsteht ein neues, eigenständiges Studio, das internationale Sport- und Entertainment-Inhalte entwickeln, finanzieren, produzieren und vertreiben soll.
Der Fokus liegt auf Formaten an der Schnittstelle von Sport, Kultur und Unterhaltung. Fanatics Studios bündelt die jeweiligen Stärken beider Partner. Fanatics bringt seine globale Reichweite, enge Beziehungen zu Athleten, Ligen und Sportorganisationen sowie bestehende Geschäftsbereiche wie Merchandise, Sammelkarten, Events und Sportwetten ein. OBB Media ergänzt dies mit Erfahrung in der Entwicklung und Produktion von dokumentarischen, fiktionalen und digitalen Inhalten mit internationaler Reichweite.
Zum Start kündigte Fanatics Studios eine Reihe von Projekten und Partnerschaften an. Dazu zählt eine strategische Zusammenarbeit mit den Olympischen und Paralympischen Spielen Los Angeles 2028, in deren Rahmen Film-, TV- und Digitalformate rund um Athletinnen, Athleten und die Kultur der Spiele entstehen sollen. Zudem wird Fanatics Studios den offiziellen Olympiafilm produzieren, der später auch im Kino veröffentlicht werden soll.
Ein weiteres angekündigtes Projekt ist die Fanatics Flag Football Classic, ein neues Turnierformat mit aktuellen und ehemaligen Spitzensportlern. Unter anderem soll Tom Brady dabei sein. Das Event ist für März geplant und soll live übertragen werden. Ergänzend dazu ist mit „One More Drive“ eine mehrteilige Dokumentationsreihe vorgesehen, die Bradys sportlichen Weg im Umfeld dieses Projekts begleitet.
Auch im Bereich etablierter Sportformate baut Fanatics Studios sein Engagement aus. Gemeinsam mit ESPN wird das Studio an den ESPY Awards 2026 mitwirken und darüber hinaus eine mehrjährige Programm-Partnerschaft umsetzen. Zudem wurden Kooperationen mit der WWE und der MLB angekündigt, darunter digitale Serien, Doku-Formate sowie eine mehrteilige Serie zur World Baseball Classic 2026.
Michael Rubin, CEO von Fanatics, bezeichnete den Start von Fanatics Studios als Erweiterung der bestehenden Sportplattform um ein eigenes Content- und Mediengeschäft. Ziel sei es, Fans näher an Sportler, Teams und prägende Momente heranzuführen. Michael D. Ratner, Gründer und CEO von OBB Media, sieht in dem Joint Venture eine Reaktion auf die zunehmende Verschmelzung von Sport und Popkultur.
Organisatorisch werden die bisherigen Sport-Produktionsaktivitäten von OBB Media mit den Medienpartnerschaften von Fanatics in Fanatics Studios zusammengeführt. Ratner übernimmt die Rolle des CEO von Fanatics Studios, während OBB Media als eigenständiges Unternehmen bestehen bleibt. Die physische Produktion der Projekte soll weiterhin über OBB Pictures erfolgen.