Die englischen Premier-League-Klubs Everton und Fulham stehen offenbar kurz vor neuen Hauptsponsoring-Vereinbarungen auf der Trikotbrust. Hintergrund ist das ab der kommenden Saison geltende Verbot von Glücksspiel-Unternehmen als Trikotsponsoren in der Premier League.
Laut einem Bericht von Sky News führt der Finanzdienstleister CMC Markets derzeit fortgeschrittene Gespräche mit Everton über ein entsprechendes Sponsoring. Der mögliche Vertrag könnte dem Klub rund 50 Millionen Pfund über drei Jahre einbringen. Der aktuelle Sponsor Stake gehört zu den Unternehmen aus der Glücksspielbranche, die aufgrund der neuen Regelung künftig nicht mehr als Hauptsponsor auf den Trikots erscheinen dürfen.
Auch Fulham soll ein potenzieller Partner für CMC Markets sein. Beim Londoner Klub läuft der aktuelle Trikotsponsoring-Vertrag mit dem Wettanbieter SBOBET am Ende der laufenden Saison 2025/26 aus. Brancheninsidern zufolge könnten Vereinbarungen mit beiden Klubs innerhalb der nächsten Wochen zustande kommen, auch wenn sich noch weitere Interessenten im Rennen befinden.
CMC Markets wurde 1989 von Lord Peter Cruddas gegründet und ist an der London Stock Exchange gelistet. Das Unternehmen bietet unter anderem Handelsplattformen für Devisen- und Finanzprodukte an und ist international tätig, mit Standorten unter anderem in Madrid, Mailand, Frankfurt, Singapur, Sydney, Toronto und Dubai.
Im Sport ist CMC Markets bereits als Sponsor aktiv. Das Unternehmen unterstützt etwa das neuseeländische Super-Rugby-Team Blues sowie die britische Ski-Nationalmannschaft bei den Team GB Alpine Championships 2026 und ist Partner des Mountainbike-Teams Red Bull Hardline.
Der mögliche Einstieg bei Everton und Fulham erfolgt vor dem Hintergrund neuer Sponsoring-Regeln in der Premier League. Die Klubs hatten im April 2023 beschlossen, Glücksspielunternehmen künftig nicht mehr als Trikotsponsoren auf der Vorderseite zuzulassen. Die Regelung betrifft allerdings nicht Ärmelwerbung.
Aktuell tragen noch acht Premier-League-Klubs Glücksspielunternehmen auf der Trikotbrust. Mit dem Auslaufen dieser Verträge entsteht für andere Branchen eine neue Sponsoringmöglichkeit. Beobachter gehen davon aus, dass insbesondere Unternehmen aus dem Finanz- und Fintech-Sektor künftig stärker im Trikotsponsoring vertreten sein könnten.