Die Formel 1 erwartet sich durch die neue Medienpartnerschaft mit Apple in den USA langfristig eine größere Reichweite als zuvor mit ESPN.
Das erklärte CEO Stefano Domenicali im Zusammenhang mit dem Start der neuen TV-Vereinbarung. Die Formel 1 war von 2018 bis einschließlich 2025 in den USA bei ESPN zu sehen. In der finalen Saison der Partnerschaft wurden Rekordzuschauerzahlen erzielt. Seit 2026 ist Apple TV neuer US-Rechtepartner.
Domenicali betonte, dass die Zusammenarbeit mit ESPN und dessen Mutterkonzern Disney positiv gewesen sei und weiterhin Geschäftsbeziehungen bestünden, unter anderem im Bereich Licensing. Gleichzeitig sieht er im Apple-Ökosystem neue Wachstumschancen.
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„Wenn wir über Apple in den USA sprechen, sprechen wir über einen neuen Partner der Formel 1, der an uns glaubt und einen klaren Plan hat, das Wachstum des Sports in den USA über seine Kanäle, Anwendungen und seine Art, ein Produkt zu positionieren, voranzutreiben“, sagte Domenicali. Apple sei „in den Händen der Mehrheit der Menschen“, da das Unternehmen Konnektivität ermögliche. „Wir wollen vernetzt und relevant sein – und wir glauben, dass wir mit dieser Entscheidung den richtigen Weg eingeschlagen haben.“
Zugleich stellte er klar: „Ich möchte keine Sekunde schlecht über die Beziehung zu ESPN sprechen, denn sie waren die Ersten, die an uns geglaubt haben. Dafür bin ich dankbar.“ Mit Blick auf die Zukunft ergänzte er jedoch: „Ich glaube, dass die Reichweite, die wir über die Streaming-Plattform mit Apple erreichen werden, in Zukunft sogar noch größer sein wird.“
Domenicali verwies zudem auf die Bedeutung des US-Marktes für das weitere Wachstum der Formel 1 – sowohl in Bezug auf Aufmerksamkeit als auch wirtschaftliches Potenzial. Der Streaming-Markt in den USA sei besonders ausgereift, was zusätzliche Möglichkeiten eröffne.
Apple wolle laut Domenicali verschiedene Plattformen und Anwendungen nutzen, um Inhalte rund um die Formel 1 breiter auszuspielen. Dabei bleibe auch das bestehende F1-TV-Angebot integriert. Ein weiterer Fokus liege auf jüngeren Zielgruppen. In den USA sei das Publikum der Formel 1 zunehmend jünger, aktuell liege der Frauenanteil bei rund 40 Prozent.