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Corona-Pandemie hinterlässt Spuren: Sportverbände in Österreich mit unterschiedlicher Entwicklung

(c) GEPA pictures/ Matthias Hauer

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Während Tennis und Klettern in Österreich während und nach der Pandemie Mitgliederzuwächse verzeichneten, mussten vor allem Mannschafts- und Kampfsportarten teils deutliche Einbußen hinnehmen. Besonders stark betroffen war der Fußball.

Die Corona-Pandemie hat den österreichischen Sport in den vergangenen Jahren nachhaltig beeinflusst – mit teils gegensätzlichen Auswirkungen auf die verschiedenen Fachverbände. Ein Vergleich der Mitgliederzahlen von Ende 2019 bis Ende 2023, veröffentlicht von Sport Austria, zeigt deutliche Verschiebungen. Während einige Sportarten einen Boom erlebten, verzeichneten andere herbe Verluste.

Tennis zählt zu den Gewinnern: Die Mitgliederzahl stieg in diesem Zeitraum von 173.477 auf 196.697. Der Österreichische Tennisverband (ÖTV) profitierte davon, dass der Sport im Freien früh wieder erlaubt wurde. Bereits ab Mai 2020 konnte der Hobbybereich wieder aktiv sein – im Gegensatz zu vielen Hallensportarten. Auch Erfolge von Dominic Thiem und im Davis Cup befeuerten das Interesse.

Ebenfalls im Aufwind: Der Kletterverband Österreich (KVÖ) legte von 78.433 auf 89.396 Mitglieder zu. Besonders das Klettern am Fels erlebte während der Pandemie einen Zulauf. Der Nachwuchsleistungssport hatte hingegen mit Karriereabbrüchen zu kämpfen, da die Wettkampfpause viele junge Talente ausbremste.

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Rückgänge gab es hingegen bei zahlreichen anderen Sportarten. Besonders drastisch fiel der Einbruch im Fußball aus: Die Mitgliederzahl des Österreichischen Fußball-Bundes (ÖFB) sank von 440.029 auf 247.649 – mehr als 40 Prozent. Beim Eis- und Stocksport ging es von 88.340 auf 73.122 nach unten. Auch Kampfsportarten wie Jiu Jitsu (von 5.110 auf 2.677), Kick- und Thaiboxen (von 2.895 auf 1.743) sowie Taekwondo (von 9.365 auf 7.244) mussten teils erhebliche Einbußen hinnehmen.

Jiu Jitsu-Präsident Robert Horak führt den Mitgliederschwund vor allem auf das Wegbrechen älterer Vereinsstrukturen zurück: Funktionäre gaben ihre Aufgaben altersbedingt auf, viele Vereine öffneten nach der Pandemie nicht mehr.

Andere Verbände konnten die Krise besser bewältigen. Der Österreichische Golfverband steigerte seine Mitgliederzahl von 101.714 auf 121.649. Der Radsportverband legte von 42.127 auf 48.141 zu, Volleyball von 25.421 auf 28.612. Auch der Boxsport zeigte sich robust und wuchs von 2.843 auf 4.090 Mitglieder.

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