Der langjährige ÖSV-Generalsekretär verlässt den Österreichischen Skiverband auf eigenen Wunsch. Christian Scherer wechselt im Herbst in die Geschäftsführung der HTI-Gruppe.
Christian Scherer verlässt den Österreichischen Skiverband und wechselt zur HTI-Gruppe um Anton Seeber. Sein Abgang vom ÖSV wurde bereits im April bekannt – sportsbusiness.at hat berichtet. Gegenüber der „Presse“ bestätigte Scherer nun, dass er im Herbst in die Geschäftsführung des Südtiroler Industriekonglomerats wechseln wird, das mit seinen Marken Leitner, Prinoth und Demaclenko zum weltgrößten Ausrüster des Wintersports zählt.
Scherer ist seit 2012 im ÖSV tätig, seit Oktober 2020 als Generalsekretär. In dieser Funktion prägte der heute 41-Jährige den Verband in einer Phase der Neuaufstellung. Als CEO der Ski-WM Saalbach 2025 nahm er auch den Award für den „emotionalsten Sportmoment des Jahres“ entgegen. ÖSV-Präsidentin Roswitha Stadlober würdigte seinen Abgang: Scherer habe die wirtschaftliche Basis des Verbandes nachhaltig stabilisiert, das internationale Gewicht gesichert und die wichtigsten Partnerschaften langfristig verlängert.
Den Übergang will Scherer bis in den Herbst aktiv begleiten und seine Aufgaben geordnet übergeben. Die ÖSV-Führung hat die Suche nach einem Nachfolger gestartet und kündigt dabei eine Neuausrichtung an: Der Fokus soll künftig noch stärker auf der kommerziellen Weiterentwicklung des Verbandes liegen.
Für HTI ist Scherer ein prominenter Zugang mit besten Netzwerken in der internationalen Ski-Welt. Die HTI-Gruppe erzielte 2025 einen Umsatz von 1,6 Milliarden Euro und beschäftigt knapp 5.000 Mitarbeitende an 22 Produktionsstandorten und 110 Tochtergesellschaften.