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Bundesliga setzt auf eigenes OTT-Angebot: Start in Vietnam und Südafrika mit OneFootball

(c) DFL

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Die Deutsche Fußball Liga (DFL) wird künftig auf ausgewählten Auslandsmärkten mit einem eigenen Streamingdienst auftreten. Am Dienstag bestätigte die DFL die Zusammenarbeit mit der Plattform OneFootball, die ein wichtiger Partner für das neue internationale OTT-Angebot der Liga wird.

Mit dem neuen Modell plant die >> Bundesliga, ihre Inhalte ohne traditionelle Vermarktungspartner wie TV-Sender oder externe Streamingplattformen direkt an die Nutzer zu bringen. Der sogenannte „Bundesliga Pass“ wird es Fans ermöglichen, Spiele über ein Abonnement oder per Pay-per-View-Option zu streamen. Ergänzt wird das Angebot durch Highlights, Kurzvideos und weitere Inhalte aus dem internationalen Produktportfolio der DFL.

Vietnam und Südafrika sind die ersten Märkte für das neue Angebot. In Vietnam ist der Bundesliga Pass seit letzter Woche verfügbar, in Südafrika wird das Angebot ab Januar 2025 starten. „Weitere internationale Märkte könnten folgen“, teilte die DFL mit.

Die Wahl von OneFootball als Partner begründet die DFL unter anderem mit der technischen Kompetenz der Plattform, die sich bei der Ausstrahlung von Streams bewährt hat. Allerdings verlief die Zusammenarbeit in der Vergangenheit nicht immer reibungslos. Das 2008 gegründete Unternehmen hatte phasenweise Zahlungsschwierigkeiten und stand Medienberichten zufolge sogar kurz vor der Insolvenz, bis eine Finanzspritze von Investor Daniel Hopp, Sohn von Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp, die Lage stabilisierte.

Trotz dieser Historie ist OneFootball als Partner von strategischer Bedeutung, da die DFL damit Entwicklungskosten für das Streamingangebot spart. Eine Testphase mit der 2. Bundesliga auf dem indischen Subkontinent hatte bereits erfolgreich stattgefunden und dürfte als Basis für den Bundesliga Pass dienen.

„Für die internationalen Märkte ist das neue Angebot von strategischer Bedeutung, um die Sichtbarkeit der Bundesliga-Inhalte rund um den Globus weiter zu erhöhen und uns mehr Flexibilität und neue Möglichkeiten bei der Vermarktung unserer Medienrechte zu geben“, erklärte DFL-Geschäftsführer Marc Lenz.

Das Angebot ist besonders für Märkte relevant, in denen der Rechtevertrieb nicht optimal läuft oder bestehende Medienpartner nicht alle Spiele übertragen. Es soll den veränderten Medienkonsum und die steigende Nachfrage nach direkter, flexibler Content-Nutzung adressieren.

Lenz fügte hinzu: „Die Medienlandschaft und das Mediennutzungsverhalten der Fans haben sich verändert. Diese Partnerschaft und das neue Angebot sind ein wichtiger Baustein, um Fußballfans in aller Welt zu erreichen.“

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