Das Turnier von Wimbledon bleibt bis 2033 im britischen Free-TV: Die BBC verlängert ihre Partnerschaft mit dem All England Club und feiert damit eine der längsten Medienrechte-Beziehungen im Sport. Im Rahmen der Einigung soll auch die Berichterstattung modernisiert werden.
Die Vereinbarung umfasst TV-, Radio- und Digitalrechte. Das Herren-Einzel-Finale des Vorjahres erreichte laut BBC einen Spitzenwert bei linearen Zuschauer:innen von 8,3 Millionen und generierte 69,3 Millionen Online-Abrufe – beides Rekordwerte. Wimbledon hätte durch Pay-TV- oder Streaming-Anbieter deutlich höhere Einnahmen erzielen können, setzt jedoch bewusst auf das Free-TV-Modell, um die kulturelle Relevanz und Reichweite im Heimmarkt zu sichern. Das britische Medienrecht schreibt lediglich vor, dass die Herren- und Damen-Einzelfinale frei empfangbar sein müssen – der Rest des Turniers wäre rechtlich nicht geschützt.
„Wimbledon nimmt einen ganz besonderen Platz im Herzen der britischen Zuschauer ein, und diese neue Vereinbarung bedeutet, dass wir unsere langjährige Partnerschaft mit dem All England Club weit ins nächste Jahrzehnt fortführen können“, sagte Alex Kay-Jelski, Direktorin des BBC Sport.
Deborah Jevans, Vorsitzende des AELTC, betonte das gemeinsame Ziel: „Diese Vereinbarung spiegelt unser klares Bekenntnis wider, Wimbledon dem größtmöglichen Publikum im ganzen Land frei zugänglich zu halten.“
Die BBC verlängerte im Zuge dessen auch ihren Vertrag mit der UEFA für die Übertragung der Länderspiele der Männer-Nationalteams aus Schottland, Wales und Nordirland. Der neue Zweijahresvertrag umfasst rund 60 Livespiele, darunter UEFA Nations League-Partien sowie alle EM-2028-Qualifikationsspiele der drei Verbände.