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Anta Sports übernimmt 29,1 Prozent an Puma und wird neuer Großaktionär

(c) Christoph Maderer

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Der chinesische Sportartikelkonzern Anta Sports steigt mit einem Minderheitsanteil beim deutschen Hersteller Puma ein. Das Aktienpaket stammt von der französischen Pinault-Familie, die ihre Beteiligung im Zuge eines Schuldenabbaus veräußert.

Der deutsche Sportartikelhersteller Puma bekommt einen neuen Großaktionär. Der an der Börse in Hongkong notierte Konzern Anta Sports übernimmt für rund 1,5 Milliarden Euro das 29,1-Prozent-Aktienpaket der französischen Familienholding Artemis, die der Milliardärsfamilie Pinault gehört. Artemis hatte den Verkauf angekündigt, um eigene Verbindlichkeiten in Milliardenhöhe zu reduzieren.

Anta Sports bezeichnet den Einstieg als Teil seiner internationalen Expansionsstrategie, strebt jedoch vorerst keine vollständige Übernahme an. Das Unternehmen bleibt damit unter der Schwelle von 30 Prozent, ab der ein Pflichtangebot an die übrigen Aktionäre erforderlich wäre. Einfluss will Anta vor allem über den Aufsichtsrat nehmen und die bisherigen Mandate der Franzosen übernehmen.

Der chinesische Konzern ist in seinem Heimatmarkt mit den Marken Anta und Fila nach eigenen Angaben Marktführer und hält zudem 40 Prozent an Amer Sports, zu dem unter anderem Atomic, Salomon, Wilson und Arc’teryx gehören. Erst im vergangenen Jahr hatte Anta zudem die Outdoor-Marke Jack Wolfskin übernommen.

Puma hatte zuletzt Marktanteile an Wettbewerber wie New Balance, Skechers und Lululemon verloren. Der neue Vorstandsvorsitzende Arthur Hoeld verfolgt das Ziel, die Marke stärker im Premiumsegment zu positionieren und sich wieder auf ausgewählte Sportarten zu konzentrieren. Anta sieht insbesondere im chinesischen Markt weiteres Wachstumspotenzial für Puma, wo der Konzern bislang nur einen kleinen Teil seines Umsatzes erzielt.

An der Börse sorgte die Nachricht zunächst für deutliche Kursgewinne der Puma-Aktie, die sich im weiteren Handelsverlauf jedoch wieder abschwächten. Anta bietet für den Anteil der Franzosen einen deutlichen Aufschlag auf den vorherigen Börsenkurs. Eine vollständige Übernahme sei derzeit nicht geplant, betonten beide Seiten.

Der Einstieg steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch Kartellbehörden sowie der Aktionäre von Anta Sports.

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