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ALK Capital übernimmt Espanyol und baut Multi-Club-Modell aus

(c) GEPA pictures/ Cordon Press

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Die US-Investmentfirma ALK Capital, Eigentümerin des Premier-League-Klubs Burnley, steigt mit dem Kauf von Espanyol in das Geschäft mit Mehrklubbeteiligungen ein.

Wie der spanische Erstligist bekannt gab, übernimmt Velocity Sport Limited (VSL), der Sportinvestmentzweig von ALK, 99,66 Prozent der Anteile am Klub. Der Kaufpreis liegt laut Medienberichten bei rund 130 Millionen Euro. Espanyol belegte in der abgelaufenen LaLiga-Saison den 14. Tabellenplatz.

Die bisherige Eigentümerin Rastar Group bleibt über eine Minderheitsbeteiligung von 16,45 Prozent an VSL weiterhin mit dem Klub verbunden. Der chinesische Konzern zahlte dafür 65 Millionen Euro und besitzt laut AS auch eine Option auf einen Sitz im VSL-Vorstand sowie eine Rückkaufoption.

Für ALK Capital ist es nach der Übernahme von Burnley im Jahr 2020 der erste Schritt in ein Multi-Club-Modell. Laut einer offiziellen Erklärung sollen Espanyol und Burnley trotz gemeinsamer Eigentümerstruktur unabhängig voneinander agieren. Auch JJ Watt, ehemaliger NFL-Star und bereits Minderheitseigner von Burnley, soll künftig bei Espanyol involviert sein.

Der Fall reiht sich in eine wachsende Zahl von Klubübernahmen ein, bei denen Eigentümerstrukturen mehrere Vereine aus verschiedenen Ligen umfassen. Beispiele sind unter anderem die City Football Group mit Manchester City und Girona sowie potenzielle Interessen der Fenway Sports Group am spanischen Klub Getafe.

Der Hinweis auf eine unabhängige Führung beider Klubs erfolgt auch vor dem Hintergrund eines aktuellen Falls: Crystal Palace war kürzlich wegen eines Verstoßes gegen die UEFA-Regeln zum Mehrklubbesitz in die Conference League abgestuft worden, da Verbindungen zum französischen Klub Olympique Lyon festgestellt wurden. Die Entscheidung hatte für Diskussionen um die Regularien gesorgt; Palace prüft derzeit eine Berufung beim Internationalen Sportgerichtshof (CAS).

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