Zwei Tage vor der Entscheidung des Deutschen Olympischen Sportbunds hat Berlin seine Bewerbung um die Ausrichtung Olympischer und Paralympischer Spiele zurückgezogen.
Am Samstag entscheidet eine außerordentliche DOSB-Mitgliederversammlung in Baden-Baden, ob München oder Köln-Rhein-Ruhr als deutscher Kandidat ins Rennen geht. Berlin hatte sich mit dem Konzept „Berlin+" gemeinsam mit Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern für die Spiele 2036, 2040 oder 2044 beworben. In der DOSB-Bewertungsmatrix erreichte Berlin 74,6 von 100 Punkten – deutlich hinter München (87) und Köln-Rhein-Ruhr (85). Für die Bewerbung hatte die Stadt bis 2027 bis zu sechs Millionen Euro eingeplant.
Den Rückzug beschleunigte die Berliner Abgeordnetenhauswahl: Der schwarz-rote Senat, der die Bewerbung vorangetrieben hatte, wurde abgewählt. Die voraussichtliche neue Regierende Bürgermeisterin Elif Eralp (Linke) hatte sich klar gegen Olympia ausgesprochen. Auch die Grünen, die voraussichtlich Teil einer neuen Regierung werden, lehnen die Pläne ab. Beide Parteien argumentieren, Berlin brauche das Geld dringender an anderer Stelle.
„Heute ist ein trauriger Tag für Berlin. Olympische und Paralympische Spiele wären eine Riesenchance für Berlin und für Ostdeutschland gewesen", sagte Berlins [...]