Mehrere deutsche Pferdesport-Turniere warten seit Monaten auf zugesagte Sponsorengelder in Millionenhöhe. Hintergrund ist das spurlose Verschwinden von Sheika Fatima Bint Hazza bin Zayed Al Nahyan, Nichte des Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate und Chefin des Gestüts Al Shira Stables.
Seit März 2026 blieben vertraglich vereinbarte Zahlungen aus, lediglich Teilbeträge kamen an. Betroffen sind unter anderem das Hamburger Derby, das Turnier der Sieger in Münster und das Bundeschampionat in Warendorf – allesamt Traditionsveranstaltungen, die den Namen des Al-Shira-Gestüts in ihren Titeln führten. Die Summen sind beträchtlich: sechsstellige Beträge je Turnier, in Summe ein Millionenbetrag. Selbst der Vermittler des Sponsoringdeals soll seit Monaten keinen Kontakt mehr zur Sheika gehabt haben. Der Leiter des Al-Shira-Stalles in Hiltrup bei Münster äußert sich nicht.
Martin Richenhagen, Präsident von Pferdesport Deutschland, hat einen Brief an den Botschafter der Emirate in Berlin geschickt und um Unterstützung bei der Wiederherstellung des Kontakts zur Sponsorin gebeten. Ein reguläres Mahnverfahren sei ebenfalls in Betracht gezogen, die rechtliche Situation ist jedoch [...]