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FIFA plant Verkauf von WM-Anteilen – UEFA droht mit Boykott

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Die FIFA hat die Fußballwelt mit einem weitreichenden Plan aufgeschreckt: Durch die Gründung einer Tochtergesellschaft namens FIFA Forward Enterprise (FFE) sollen private Investoren 20 bis 30 Prozent der Anteile an den wichtigsten FIFA-Wettbewerben – Männer- und Frauen-WM sowie Klub-WM – erwerben können. Der Plan stößt auf breiten Widerstand, vor allem in Europa.

Laut Medienberichten soll ein von Thrive Capital angeführtes Investorenkonsortium die neue Gesellschaft anführen. Thrive Capital wird von Joshua Kushner geleitet, dem Bruder von Jared Kushner, dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump. Die FIFA versandte einen fünfseitigen Brief an alle 211 Mitgliedsverbände, in dem die Vorteile des Deals beschrieben werden: Verbände, die zustimmen, sollen jeweils rund 35 Millionen Euro erhalten – die erste Hälfte bereits ab 1. Januar 2027. Für die Umsetzung reicht eine einfache Mehrheit von 106 Verbänden. Die Frist für die schriftliche Zusage läuft bis zum 19. September. Insgesamt soll die Veräußerung der Anteile rund 8,787 Milliarden Euro einbringen.

Der Plan trifft auf scharfe Kritik. Die UEFA sprach von einer Grenze, „die die Führungsgremien des Fußballs niemals überschreiten sollten", und kündigte an, die Angelegenheit „äußerst ernst" zu nehmen. Laut Bloomberg sollen hinter den Kulissen bereits Gespräche über einen möglichen Boykott von FIFA-Wettbewerben geführt worden sein – sowohl durch Vereine als auch durch Verbände, was Weltmeisterschaft und Klub-WM beträfen würde. Offiziell bestätigt wurde dies nicht. [...]

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