Der englische Premier-League-Klub Aston Villa hat Visit Rwanda als neuen Hauptsponsor verpflichtet. Die Partnerschaft gilt als die lukrativste in der Klubgeschichte und ist laut Medienberichten bis zu 20 Millionen Pfund pro Jahr wert.
Das Logo der ruandischen Tourismusbehörde wird auf den Trikots aller Teams des Klubs erscheinen, sprich: Männer, Frauen und Akademie. Visit Rwanda ersetzt damit Betano, das seit 2024 Hauptsponsor war. Der Wechsel ist auch auf das neue Premier-League-Verbot von Wettanbieter-Logos auf Trikotfronten ab dieser Saison zurückzuführen. Aston Villa war damit einer von elf Premier-League-Klubs, die in diesem Sommer einen neuen Hauptsponsor suchten.
„Das ist eine sehr aufregende Partnerschaft für den Aston Villa Football Club und ein Zeichen für die weitere Expansion des Klubs in internationale Märkte“, sagte Francesco Calvo, President of Business Operations bei Aston Villa.
Die Partnerschaft ist jedoch nicht unumstritten. Amnesty International warf Rwanda vor, die neue Vereinbarung für „Sportswashing“ zu nutzen. Bereits die langjährige Zusammenarbeit von Visit Rwanda mit Arsenal war wiederholt in der Kritik gestanden – unter anderem wegen der Verbindung Ruandas zu M23-Rebellen im Kongo, die die Vereinten Nationen dokumentiert hatten. Über die damalige Arsenal-Partnerschaft bzw. deren Ende hatte sportsbusiness.at bereits berichtet. Das Sponsoring mit den Gunners endete in diesem Sommer, Arsenal hat seither die Softwarefirma Deel als neuen Ärmelpartner bestätigt.