Die aktuelle Bewegtbildstudie 2026 von RTR Medien und der Arbeitsgemeinschaft Teletest zeigt, dass klassische Fernsehanbieter ihre starke Stellung im österreichischen Medienmarkt weiterhin behaupten.
Trotz wachsender Streaming- und Social-Media-Angebote entfallen 71 Prozent der gesamten Bewegtbildnutzung auf Inhalte von Broadcastern – unabhängig davon, ob diese linear, über Mediatheken oder auf sozialen Plattformen konsumiert werden.
Für die repräsentative Studie wurden 4.000 Personen ab 14 Jahren befragt. Das Ergebnis: Bewegtbild ist fester Bestandteil des Alltags. 100 Prozent der Befragten nutzen zumindest einmal pro Woche Bewegtbildangebote, mehr als drei Viertel sogar täglich.
Insgesamt verbringen die Österreicherinnen und Österreicher durchschnittlich 359 Minuten beziehungsweise knapp sechs Stunden pro Tag mit Bewegtbildinhalten. Davon entfallen über 70 Prozent auf Angebote klassischer Fernsehveranstalter. Auf Social-Media-Inhalte ohne Broadcaster-Angebote entfallen 15 Prozent, auf Videoportale 13 Prozent. Keine einzelne Plattform erreicht dabei einen Marktanteil von mehr als sechs Prozent der gesamten Nutzung.

Besonders bemerkenswert ist die Rolle des Fernsehens bei jüngeren Zielgruppen. Auch bei den 14- bis 29-Jährigen stammen 53 Prozent der täglichen Bewegtbildnutzung von Broadcaster-Angeboten. Diese Altersgruppe konsumiert mit durchschnittlich 413 Minuten beziehungsweise knapp sieben Stunden täglich sogar mehr Bewegtbild als der Bevölkerungsdurchschnitt.

Die Studie zeigt zudem, dass der klassische Fernseher weiterhin das wichtigste Endgerät bleibt. Durchschnittlich 253 Minuten täglich verbringen die Österreicher vor dem sogenannten Big Screen. Dort entfallen 86 Prozent der Nutzung auf Broadcaster-Inhalte. Videoportale erreichen rund zehn Prozent.
Gleichzeitig gewinnen digitale Verbreitungswege für Fernsehanbieter weiter an Bedeutung. Der Konsum erfolgt inzwischen jeweils zur Hälfte über klassische TV-Verbreitungswege wie Kabel, Satellit oder Antenne sowie über Online-Kanäle, zu denen Mediatheken und Social-Media-Angebote der Sender zählen.

„Mit knapp sechs Stunden pro Tag bewegt sich die Bewegtbildnutzung in Österreich auf einem hohen Niveau. Digitale Verbreitungswege sind für Broadcaster hoch relevant, um jüngere Zielgruppen effektiv zu erreichen. Dabei hat der Big Screen seinen festen Platz im Konsum von Bewegtbildinhalten für längere Formate, während Kurzformate gerne auf mobilen Endgeräten konsumiert werden“, analysiert Wolfgang Struber, Geschäftsführer der RTR Medien.
Auch aus Sicht der Arbeitsgemeinschaft Teletest bestätigt die Untersuchung die Bedeutung klassischer Medienmarken. „Die Angebote der Broadcaster behaupten sich im Medienalltag der Österreicherinnen und Österreicher auch als digitale Angebote und gegen Big-Tech-Plattformen – in allen Altersgruppen. Der konsequente und erfolgreiche Ausbau der Sendermediatheken manifestiert sich in der intensiven Nutzung der qualitativ hochwertigen Broadcaster-Angebote auf allen Endgeräten“, erklärt Thomas Gruber, Obmann der Arbeitsgemeinschaft Teletest.
Für die Medienbranche unterstreicht die Studie die weiterhin starke Position klassischer Fernsehanbieter, die ihre Reichweite zunehmend über ein plattformübergreifendes Ökosystem aus linearem Fernsehen, Streaming-Angeboten, Mediatheken und Social-Media-Kanälen absichern.